Mittwoch, 16 Januar 2013 11:27

Pop-Beauftragter für Musikszene gesucht | Bezirk Oberbayern

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Gitarre-4851MIOEin Ohr für Rock, Pop und Co. - Oberbayern bekommt einen hauptamtlichen Popmusikbeauftragten. Dieser soll sich künftig um die Pflege der oberbayerischen Popularmusikszene kümmern. Überregionale Vernetzung der Musikszene, Servicearbeit und Beratung junger Musiker sowie Kontaktpflege der Szene zu Politik, Wirtschaft und Sponsoren werden seine Themen sein.

Eine Brücke zur Jugendkultur

In Bayern gibt es ca. 15.000 Rock-, Jazz- und Pop-Bands mit ca. 50.000 meist jugendlichen Musikern, rund ein Drittel davon Oberbayern. Der neue Pop-Berater des Bezirks soll zwar Musiker aller Altersklassen ansprechen, doch ganz besonders die Jugendkultur.  „Rock- und Pop-Kultur ist eine ganz breite Bewegung. Fakt ist, dass sich mehr junge Menschen in dieser Szene als in der Hochkultur engagieren. Deshalb ist es wichtig, jungen Musikern und Musikerinnen künftig eine professionelle und kostenlose Beratung anzubieten“, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer zu der Idee.

Bands seien oft bei der Suche nach Probenräumen und Sponsoren, bei Fragen des Urheberrechts und der Eigenwerbung überfordert. Der Popberater habe die Rolle eines neutralen Dienstleisters. Er soll auch Gemeinden und Landkreisen beratend zur Seite stehen.

Der professionelle Szenekenner soll, so der Wunsch des oberbayerischen Bezirkstags, auch besondere Kenntnisse über radikale Musikströmungen haben. Er wird mit der „Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus“ und mit „Laut gegen Nazis e.V.“ eng kooperieren.

 Die Stelle des Popularmusikbeauftragten wird auf drei Jahre befristet ausgeschrieben und hat ein Budget in Höhe von 50.000 Euro jährlich.

K10 wird die Ausschreibung dafür, sobald diese vorliegt, in der regionalen Musikszene bekannt machen - wäre doch schön, wenn der oder die neue Popbeauftragte aus der Region käme ...

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