k10 redaktion

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Julia Seiler aufkleber 348Ingolstadt | Kreativität ist Teil des Alltags. Doch für nicht Wenige ist, auch in Ingolstadt, Kreativität Arbeitsgrundlage und Einnahmequelle. Städte wie Regensburg, selbst Metropolen wie München, bemühen sich aktiv um die Kreativschaffenden, stärken bewusst die kreativen Branchen* und betreiben so gezielte Standort- und Imageförderung. Ingolstadts Kultur- und Kreativwirtschaft soll am 27. September im Mittelpunkt stehen. „Sichtweisen ändern, Potenziale nutzen.“ - damit appelliert die Wirtschaftsförderung der Stadt (IFG) sowohl an die Kreativen selbst als auch an Politik und Verwaltung und lädt zum Austausch ein. Auch Oberbürgermeister Dr. Lösel wird teilnehmen und er stellt sich damit nicht zuletzt der aktuellen Diskussion um mehr Wertschätzung für Kulturschaffende und Kreative in Ingolstadt.

Julia Seiler, 28, gehört zu den jungen Kreativen, um die es an diesem Tag gehen wird. Sie ist Stadtplanerin, Bloggerin und sie hält beim Ingolstädter Kreativwirtschaftstag den Impulsvortrag „InGOLDcity – Was die Stadt Ingolstadt zum Glänzen bringt“. Die Ingolstädterin arbeitet, nach Studium in Stuttgart, im Stadtplanungsreferat München, wohnt und lebt nach wie vor hier. Unter www.stadtraumleben.de bloggt sie zu Themen rund um Stadt und städtisches Leben, über mehr oder weniger gut gebaute Orte für Menschen und über Veränderungsprozesse, Lifestyle, Zeitgeist. Es geht ihr um öffentlichen Raum, um Kultur und Subkultur, um Möglichkeitsräume für Offenheit und Vielfalt. Und es geht ihr ganz konkret um Ingolstadt - attraktiv(er) für Kreative. K10 hatte sie im Mai bereits vorgestellt unter Nischenkultur und Kreativwirtschaft in InGOLDcity. Das Interview mit Julia Seiler führte Petra Kleine in der Rosengasse 2.

K10 | Warum stellen sie die Frage, wie man Ingolstadt zum Glänzen bringen kann? Glänzt eine wirtschaftlich starke Stadt nicht schon von selbst?

Julia Seiler | Ich bin ja in Ingolstadt geboren und aufgewachsen und da habe ich im eigenen Freundeskreis viel Unzufriedenheit gespürt, gerade in meiner Generation. Es gab immer diesen deutlich spürbaren Unmut der Jungen, so dass ich dem schließlich nachgehen wollte. Ich habe die Struktur von Ingolstadt mit meinem fachlichen Hintergrund aus der Stadtplanung gezielt untersucht. Wie sind die aktuellen Gegebenheiten vor Ort, warum wirkt die Stadt für junge Leute so unattraktiv, insbesondere für solche, die, wie ich, im Bereich der Kultur, Kunst, Kreativwirtschaft unterwegs sind. Dabei hat sich gezeigt, dass Ingolstadt gerade bei Leuten zwischen etwa 16 und 30 kein gutes Image hat. Man verbindet die Stadt in erster Linie mit Audi, sie wird überwiegend als Technikerstadt wahrgenommen. Audi ist ein großer und ausschlaggebender Standortfaktor, aber das soll eben nicht alles sein, es gibt noch eine Stadt um das Audi-Werk herum. Und da fehlt einfach vieles, was eine Stadt - gerade für junge Erwachsene - lebenswert und attraktiv macht. Es fehlt eine breite kreative Szene und eine kulturelle Vielfalt. Es fehlt übrigens auch an einer lebendigen Bar- und Clubkultur, an einer Vielfalt auch im Nachtleben. Es fehlt an Offenheit und Vielfalt und an Freiräumen dafür.

Ingolstadt sei perfekt für Leute ab 40 Jahren, das war ja auch ein Ergebnis der Stadtentwicklungsplanung zu WOHNEN 2025. Das bestätigt einerseits ihre Aussagen. Andererseits zeichnet dies natürlich ein eher betrübliches Bild der Stadt, in der wir leben …

Ja genau! Und das hat mich gerade als Ingolstädterin immer geärgert, doch vor allem es hat mich immer sehr beschäftigt, warum das so ist. Es ist ja die Stadt in der ich (immer noch) wohne und lebe und ich fand es immer schade, dass Leute, die von außerhalb herkamen, das so unattraktiv erlebten, dass Zugezogene hier nicht so gerne leben, dass ihnen etwas fehlt, dass unsere Studenten am Wochenende dann eben woanders hinfahren. Und es ging mir ja genauso. Erst wenn man den Vergleich mit anderen Städten zieht, kann man verstehen, was gemeint ist. Nachdem ich dies dann über ein halbes Jahr gezielt und intensiv fachlich untersucht habe, konnte ich konkret und aus Sicht der Stadtentwicklung definieren, was hier eben tatsächlich fehlt, um als Stadt für gut qualifizierte Leute und für Kreativschaffende wirklich attraktiv zu sein. Das ist auch wichtig für die Unternehmen der Kreativwirtschaft vor Ort, die kreative Fachkräfte brauchen und halten wollen.

In ihrem Blog befassen sie sich unter InGOLDcity I – VIII auch ausführlich auch mit den Möglichkeiten, die Attraktivität und das Image Ingolstadts und speziell die Kreativwirtschaft zu stärken. Was wäre zu tun?

Ein Phänomen von Ingolstadt ist, es kommt alles immer etwas später als andernorts. Das muss man wissen. Ein wenig hat sich in den letzten Jahren ja schon getan, denn es gibt ja Kreative, die hier in der Stadt etwas machen oder anschieben, auch im Sinne der Standortentwicklung. Wichtig sind Netzwerke, über die die Kreativwirtschaft sich selbst zeigt, sichtbar wird, die die Ideen einer kreativen Stadt thematisieren - etwa die Freunde der Donau, kurator.in, die Szene um das ehemalige Maki, das Taktraumfestival, neu das KAP94. Es müsste mehr darum gehen, Wissen, Bewusstsein und Akzeptanz dafür zu schaffen, was hier bereits entstanden ist. Wichtig wäre, sich auch von Seiten der Planung, Politik und Verwaltung auf diese Szene einzulassen, sich mit ihrer Denkweise auseinanderzusetzen, verstehen zu wollen, wie deren Produktionsprozesse ablaufen. Dabei brauchen sowohl Kreativszene als auch –wirtschaft den Freiraum, um ihrer Eigenlogik zu folgen und ihrer Dynamik freien Lauf zu lassen. Nur so kann Kultur- und Kreativwirtschaft Impulsgeber für andere Sektoren in der Stadt werden. Drängt man sie in die Nische der Innovationsbringer und Imageverbesserer, die möglichst zügig ihre Ausstrahlungskraft entfalten sollen, wandert sie ab oder wird im Keim erstickt. Interesse, Freiräume und Geduld sind wichtig.

Wird das neue digitale Gründerzentrum denn geeignet sein die Kreativwirtschaft in diesem Sinne zu entwickeln? Das wird ja so dargestellt.

In Ingolstadt dominiert, so die Strukturdaten, die digitale Kreativwirtschaft. Diese macht etwa zwei Drittel des Branchenumsatzes aus. Man müsste also im neuen Gründerzentrum eine Nutzungsmischung schaffen und Räume öffnen, in denen man – sich - ausprobieren und in denen man - auch wirtschaftlich - scheitern kann. Das bedeutet man müsste bewusst Kontrolle über Räume abgeben und loslassen - wenn solche Freiräume im neuen Gründerzentrum vorgesehen wären, wäre das gut.

Private Initiativen wie ehemals im Körnermagazin oder aktuell die neue Kulturwerkstatt KAP94 zeigen doch, dass das auch in Ingolstadt funktionieren kann und wie viel Potenzial in unserer Kulturszene steckt. Selbst in den Leerständen oder in den historischen Festungsanlagen zeigt sich noch viel Entwicklungsmöglichkeit. Das könnte man gezielter unterstützen und so mehr freie Räume zur kreativen Nutzung öffnen.

Auch die Rosengasse 2 (hier findet das Gespräch statt, Anm.) ist so ein idealer Ort: hier treffen sich die Rentner ebenso wie Jugendliche oder Künstler, jeder ist willkommen, man kann unter sich bleiben oder sich austauschen. So entsteht Vielfalt und Offenheit und ein lebendiger, urbaner Ort. Das tut der Stadt gut.

Bei ihrem Impulsvortrag und der anschließenden Diskussion werden auch Entscheider aus Verwaltung und Politik anwesend sein, die haben es gerne kurz, knackig und konkret …

1. Ingolstadt wird vor allem als Technikstadt gesehen und entwickelt. Es gibt keine städtische Vision in der die Kreativen einen Platz haben. Wir brauchen ein neues Profil von Ingolstadt, in dem die Kultur und die Kreativwirtschaft eine Rolle spielen. 2. Die vielen, verschiedenen Akteure aus Szene, Verwaltung, Wirtschaft, Politik, Bürgerschaft sollten sich regelmäßig an einen runden Tisch setzen und sich austauschen, sich dabei vor allem für die Belange der Kreativschaffenden öffnen. 3. Wichtig wäre ein Gelenk, das zwischen Kreativen und Verwaltung/Politik vermittelt, eine Anlaufstelle wie etwa in Regensburg, die vernetzt und unterstützt, eine Kontaktperson, die die Szene und Kreativwirtschaft kennt, die um kreativen Prozesse weiß, die gegenüber der Verwaltung und vor allem bei den Kulturschaffenden und Kreativen ein gutes Standing hat.

Oder noch kürzer: 1. Wollen. 2. Einfach machen.

Herzlichen Dank für das Gespräch. Wir sehen uns beim Tag der Kreativwirtschaft am 27. September in der Halle neun!

*Kurzinfo Kreativwirtschaft IN | Zwischen 300 - 400 Mio. Euro Umsatz im Jahr liegt der wirtschaftliche Wert der kreativen Branchen in Ingolstadt und ist dabei eher monostrukturiert. Die digitale Wirtschaft mit Softwareindustrie ist mit mehr als 200 Mio. Umsatz dominant, gefolgt vom Verlagswesen mit etwa 50 Mio. (2013). Wirtschaftlich stark zeigen sich danach die Architekturbüros, Fotografen sowie Design- und Werbeagenturen. Die zahlenmäßig größte Gruppe sind die Künstlerinnen und Künstler, die jedoch eine vergleichsweise wertschöpfungsschwache Gruppe darstellen. Hier ließe sich besser fördern und gezielt unterstützen, so eine der fachlichen Empfehlung für Ingolstadt (aus: Kurzportrait Kultur- und Kreativwirtschaft, 2015, © M. Söndermann). Zur Kultur- und Kreativwirtschaft gehören die elf Branchen bzw. Teilmärkte: Architektur, Buch, Designwirtschaft, Film, Kunst, Darstellende Künste, Musik, Presse, Rundfunk, Software-/Games-Industrie, Werbemarkt.

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Kreativwirtschaftstag in Ingolstadt

Perspektivwechsel! Sichtweisen ändern, Potenziale nutzen
Dienstag, 27. Sept. 2019 im Kulturzentrum „neun“, Elisabethstr. 9a, Ingolstadt.

15 Uhr - 21 Uhr. Anmeldung möglichst bis zum 16.09.2016 über https://www.xing-events.com/KuK Eintritt und Teilnahme frei. Veranstalter ist die IFG Ingolstadt. 

PROGRAMM

Impulsvorträge

„InGOLDcity – Was die Stadt Ingolstadt zum Glänzen bringt“ | Julia Seiler, Master of Engineering, Stadtplanerin, Referat für Stadtplanung und Bauordnung Landeshauptstadt München

Wenn Gegensätze sich erfolgreich anziehen – Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und KuK in Regensburg" | Sebastian Knopp, Clustermanager Kultur- und Kreativwirtschaft, Stadt Regensburg

Podiumsdiskussion mit Dr. Christian Lösel - OB Stadt Ingolstadt | Norbert Forster - IFG Ingolstadt | Sebastian Knopp - Clustermanager Kultur- und Kreativwirtschaft Stadt Regensburg | Julia Seiler – Stadtplanerin, Referat für Stadtplanung und Bauordnung München | Sigrid Diewald – Agentur schnellervorlauf Ingolstadt, Fachbeirat Kultur- und Kreativwirtschaft Bayern | Dr. Andrea Niedzela-Schmutte - Leiterin Referat Kultur- und Kreativwirtschaft, Design im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie

Denkfabriken | Austausch, Ideen und Visionen

Denkfabrik A | „Vernetzung KuK mit Wirtschaftsförderung und Verwaltung“ | Leitung: Sebastian Knopp

Denkfabrik B | KuK als Standortfaktor oder: Wie kann Kuk bei der Standortentwicklung aktiv werden? | Leitung: Julia Seiler

Denkfabrik C | KuK in Ingolstadt in 5 Jahren – Ziele, Wünsche und Visionen | Leitung: Sigrid Diewald

 

 

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Gewebe Illustration rot348Vernetzung gehört zum digitalen Alltag, Netzwerke sind allgegenwärtig. Dem wollte man etwas Haptisches entgegensetzen und das ist gelungen, so Projektleiterin Dr. Christine Fuchs vom Städtenetzwerk STADTKULTUR Netzwerk Bayerischer Städte e.V. Unter dem Titel „Gewebe. Textile Projekte“ fand von März bis Ende Juni 2016 das byernweite Kulturfestival statt mit zahlreichen hochkarätigen Veranstaltungen in 20 bayerischen Städten. 183 KünstlerInnen, Kulturschaffende und WissenschaftlerInnen, darunter 142 Frauen, beteiligten sich an den 90 Veranstaltungen – Ausstellungen zur Textilen Kunst, Vorträge über die Geschichte der Textilproduktion vor Ort sowie über Nachhaltigkeit in der Mode und Workshops, in denen sich die BesucherInnen selbst künstlerisch und handwerklich betätigen konnten.

Vertreten waren international renommierte und bundesweit bekannte KünstlerInnen wie Angela Glajcar, Monika Ortmann, Haleh Redjaian, Gabi Schillig und Rike Scholle, darunter auch viele aus Bayern wie Gisela Hoffmann, Brigitte Schwacke, Rose Stach sowie Regina Pemsl und Anja Schoeller von der Kunst- und Forschungsgruppe LeoPART. Die junge Kunstszene war unter anderem durch das Musik- und Performanceduo beißbony und Nathalie Laureen Schenkel, der Preisträgerin des Münchner Modepreises, repräsentiert.

FalcoBlome LeniBrem Logo 348x273Ingolstadt | Brem & Blome starten. Jetzt. Gemeinsam. Hochmotiviert. Mit einem dichten Theater-Programm, einer Vielfalt an Ideen und einem neuem Erscheinungsbild für das Altstadttheater Ingolstadt.

Leni Brem und Falco Blome werden das kleine Theater in der Kanalstraße (99 Plätze), das 2005 vom Trägerverein Proszenium e.V. gegründet wurde, künftig leiten. Sie haben ihr Programm für die ersten drei Monate aufgestellt und bringen allein von Oktober bis Januar vier eigene Theaterproduktionen sowie 19 Gastspiele, Kooperationen, Improvisationen auf die Bühne.

Das Bayerische

Kern des neuen Theaterkonzeptes ist das Bayerische. Die Mundart, bayerische Autorinnen und Autoren, regionaler Bezug, Lokalmatadoren. Das könnte auch deswegen spannend werden, weil Falco Blome (42) gebürtiger Bremer ist, einer, der Bayern als Urlaubs- und Sehnsuchtsort kennenlernte und den Blick von außen hat, den des Zuagraost’n. Leni Brem (33) ist als gebürtige Münchnerin eine echte Bayerin. Was beide eint ist ihr Verständnis von Theater und dass sie im Altstadttheater etwas wagen wollen, mit neuen Formen von Theater, mit viel Musik und – ganz wichtig – mit Blick auch auf die Jüngeren, die zwischen 40 bis 20.

kulturkanal team logo 348 updateUPDATE | Ingolstadt | Wie berichtet, hat die mehrfache Kürzung der Programmfördermittel den Kulturkanal Ingolstadt in Bedrängnis gebracht. Zahlreiche Unterstützungsschreiben aus Kunst und Kultur, Bürgerschaft und Politik wurden inzwischen an die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) gerichtet, um auf die gravierenden Auswirkungen der mehrfachen Kürzung aufmerksam zu machen (s.u.)

Stadt Ingolstadt regiert schnell - und hilft

Während die BLM aktuell noch empfiehlt, das Problem dadurch zu lösen, dass weniger Sendungen gemacht werden könnten, hat die Stadt Ingolstadt jetzt schnell und konkret reagiert. In einem gemeinsamen Antrag hatten sich die Stadteratsmitglieder aller Parteien an den Oberbürgermeister gewandt und darum gebeten, die Förderung für den Kulturkanal einmalig um 10.000 € zu erhöhen. Dieser Antrag fand volle Unterstützung beim OB und bei Kulturreferent Gabriel Engert - die Qualität des Kulturkanals und die Berichterstattung aus dem Kulturleben von Stadt und Region wird geschätzt.

Damit ist nun zunächst etwas Raum zum (Durch)Atmen gewonnen. Für das nächste Jahr stehen natürlich Überlegungen an, z.B. durch weitere Sponsoren die hohe Qualität und breite Wirkung aufrecht zu halten - der Kulturkanal hat immerhin seit jahren hervorragende Hörerzahlen und sendet mehr als 200mal im Jahr plus online-Podcasts.

Um den Kulturkanal zu unterstützen kann man auch Mitglied werden im Trägerverein für kulturelle Belange in der Region Ingolstadt e.V. (Mitgliedsantrag hier). Spenden an den Trägerverein sind steuerabzugsfähig. Unternehmen können sich in der Reihe der bisherigen Unterstützer und Sponsoren anschließen (Liste der bisher unterstützenden Firmen und Institutionen hier).

Wie sieht es die BLM

Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien hatte in den letzten Wochen zahlreiche Unterstützerschreiben und Brandbriefe bekommen. Künstlerinnen wie Gerda Büttner, Sieglinde Bottesch, E. A. Jung, der Verein "Künstler an die Schulen", Kommunalpolitiker wie Christian Höbusch, Achim Werner, Barbara Leininger hatten sich an die BLM gewandt.

Dies die Antwort der BLM, Juli 2016: "Der Entscheidung über die Höhe der Programmförderung für den Verein zur Förderung kultureller Belange in der Region Ingolstadt e.V. liegt eine Auswahlentscheidung des zuständigen Hörfunkausschusses des Medienrates zu Grunde. Im Jahr 2016 überstieg das Antragsvolumen in Höhe von 1,4 Mio. Euro die zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel für Hörfunksendungen in Höhe von 480.000 Euro um das Dreifache. Der Hörfunkausschuss stand bei der Vergabe der Fördermittel also vor einer schwierigen Auswahlentscheidung. Ein besonderes Augenmerk wurde in diesem Jahr auf die Jugendarbeit und auf die Vermittlung von Medienkompetenz gelegt.  Auch wenn der "Kulturkanal Ingolstadt" seit 1989 gefördert wird, besteht generell kein Anspruch auf regelmäßige Förderung. Über die Vergabe der Fördermittel wird in jedem Jahr neu entschieden. Der lange Zeitraum der bisherigen Förderung belegt jedoch, dass die Qualität der programmlichen Leistungen des "Kulturkanals Ingolstadt" durch den Hörfunkausschuss des Medienrats durchaus wertgeschätzt wird.  Auf Grund des großen Missverhältnisses zwischen der Gesamthöhe der Anträge und den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln war der Hörfunkausschuss gezwungen, bei vielen geförderten Projekten niedrigere Fördersummen auszuzahlen als in den Vorjahren. Es sind neben dem „Kulturkanal Ingolstadt" also auch weitere Projekte betroffen. Die Alternative wäre gewesen, die Förderquote etwas höher anzusetzen, dafür jedoch insgesamt deutlich weniger Projekte zu fördern.
Da der "Kulturkanal Ingolstadt" sich nicht in der Lage sah, mit der geringen Förderung das gesamte, beantragte Projekt durchzuführen, hat der Hörfunkausschuss des Medienrats beschlossen, dem Anbieter eine Reduzierung des Sendeumfangs zu erlauben. Die Programmnachweise des „Kulturkanals Ingolstadt“ für die Programmförderung können demnach in diesem Jahr von 209 Sendungen auf 78 Sendungen (je 26 Minuten) reduziert werden." (Aus einem der Antwortschreiben der BLM).

 

Hier unser Bericht vom 12 Juli 2016
Droht dem KULTURKANAL Ingolstadt das Aus? | Erste Reaktionen und Unterstützung

 

Der KULTURKANAL ist als regionaler Kultursender seit 25 Jahren eine echte Institution in der Region, mehrfach mit Hörfunkpreisen ausgezeichnet. Jetzt droht das Aus. Die Programmförderung durch die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) wurde drastisch gekürzt. Nun melden sich die Hörerschaft und Kulturinitiativen, Kunstschaffende und Kulturinteressierte zu Wort und wollen sich für den Erhalt des KULTURKANALS einsetzen.

Vielfach ausgezeichnete Kultursendung

Der KULTURKANAL INGOLSTADT arbeitet ohne Werbung und ist unabhängig. Er sendet viermal die Woche über RADIO IN. Die Sendung und vor allem - seit 25 Jahren! - seine Macherin Isabella Kreim ist das, was man als „Institution“ bezeichnet, aus dem kulturellen Leben der Region einfach nicht wegzudenken. Die Beiträge bringen Programm-Qualität, sie sind das Ergebnis von Recherche und journalistischer Arbeit. Künstlerinterviews, vor Ort-Berichte, Fachlichkeit und eine enorme Bandbreite sichern nach wie vor die hervorragenden Hörerzahlen. Der Kulturkanal kommt an. Und genau diese Qualität im Rundfunk soll über die BLM besonders gefördert werden.

Der Kulturkanal kommt an

Mehr als 200 Sendungen im Jahr zu festen Sendezeiten viermal die Woche erfordern ein Team, das in den vielen Bereichen der Kunst und Kultur – vom Schulkonzert über Architektur, von klassischer Musik bis zur zeitgenössischen Kunst und Literatur – fachliche Kompetenz zeigen muss, zugleich unterhaltsam sein und zudem das Interesse der Hörerschaft von Radio IN treffen soll. Aktuell sind dies: Johannes Seifert, Max Foerster, Heike Haberl, Michael Kleinherne, Isabella Kreim (Foto von li. n. re., (c)Kulturkanal). Max Foerster wurde übrigens gerade erst mit dem BLM-Hörfunkpreis 2016 ausgezeichnet.

Programm-Förderung drastisch gekürzt

Neben dem Trägerverein, den korporativen und privaten Förderern zählen die Landkreise Eichstätt und Pfaffenhofen sowie die Städte Ingolstadt, Neuburg, Pfaffenhofen und Schrobenhausen zu den langjährigen, großen Unterstützern. Eine wichtige Säule der Finanzierung stellte bisher die Programmförderung durch die BLM dar. Und eben diese hat sich jetzt deutlich reduziert: Von 24.000 € (2014) auf 15.0000 € (2015) und geplant auf 10.000 € für 2016. Wer und wie gefödert wird sieht man auf den Förderlisten des BLM (Förderprogramm BLM). Die Gründe für die Kürzungen erkennt man daraus nicht.

Die Regionalinitiative IRMA, viele Jahre Unterstützerin, muss reduzieren, wohl auch wegen eigener interner Umstrukturierung, denn starke Mitglieder wie AUDI haben sich aus dem Standortverein zurückgezogen. Der Kulturzuschuss der Stadt Ingolstadt, bisher auch zuverlässige Partnerin des Kulturmagazins, soll 2016 um 15 % auf 8.500 € gekürzt werden – allgemeine Haushaltsperre wegen der VW-Krise. Viel Sachzwänge also vor Ort - da trifft der deutliche Rückgang der bayerischen Rundfunkförderung besonders hart.

Auf die problematische Situation hat zunächst Prof. Dr. Gunter Schweiger, Vorsitzender des Trägervereins zur Förderung kultureller Belange in der Region Ingolstadt, reagiert und sich an den Präsidenten der BLM gewandt, an Siegfried Schneider. Schneider müsste die Situation vor Ort und den KULTURKANAL gut kennen, er war vormals Kultusminister und viele Jahre Landtagsabgeordneter Eichstätts. Ob das Bemühen Schweigers erfolgreich war, wird man sehen.

KULTURKANAL – Jetzt unterstützen!

Um den Kulturkanal zu unterstützen kann man zunächst einmal Mitglied werden im Trägerverein für kulturelle Belange in der Region Ingolstadt e.V. (Mitgliedsantrag hier). Spenden an den Trägerverein sind steuerabzugsfähig. Unternehmen können sich in der Reihe der bisherigen Unterstützer und Sponsoren anschließen (Liste der bisher unterstützenden Firmen und Institutionen hier).

Und es besteht noch die Chance, dass die Hörerschaft, die Kunst- und Kreativschaffenden der Region, die vielen Schulorchester, Autoren, Chöre, Tänzerinnen, Theatergruppen, Kultureinrichtungen ...  sich für die weitere, ausreichende Förderung ihres Kultursender stark machen können. Der Kulturkanal ist immerhin die einzige regionale Radio-Kultursendung die aus allen Bereichen - den ehrenamtlichen und professionellen - und aus allen Kultursparten berichtet. Dafür kann sich jede und jeder zunächst persönlich an BLM-Präsident Schneider wenden, auf die befürchtetet Folgen aufmerksam machen und sich für den Erhalt des Kulturkanals aussprechen.

Aufmerksamkeit zu schaffen ist wichtig.

Adresse des BLM
Bayerische Landeszentrale für neue Medien BLM
Herrn Siegfried Schneider
Präsident
Heinrich-Lübke-Str. 27
81701 München
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

 

kulturkanal team logo 348Ingolstadt | Eichstätt | Pfaffenhofen | Neuburg | Der KULTURKANAL ist als regionaler Kultursender seit 25 Jahren eine echte Institution in der Region, mehrfach mit Hörfunkpreisen ausgezeichnet. Jetzt droht das Aus. Die Programmförderung durch die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) wurde drastisch gekürzt. Nun melden sich die Hörerschaft und Kulturinitiativen, Kunstschaffende und Kulturinteressierte zu Wort und wollen sich für den Erhalt des KULTURKANALS einsetzen.

Vielfach ausgezeichnete Kultursendung

Der KULTURKANAL INGOLSTADT arbeitet ohne Werbung und ist unabhängig. Er sendet viermal die Woche über RADIO IN. Die Sendung und vor allem - seit 25 Jahren! - seine Macherin Isabella Kreim ist das, was man als „Institution“ bezeichnet, aus dem kulturellen Leben der Region einfach nicht wegzudenken. Die Beiträge bringen Programm-Qualität, sie sind das Ergebnis von Recherche und journalistischer Arbeit. Künstlerinterviews, vor Ort-Berichte, Fachlichkeit und eine enorme Bandbreite sichern nach wie vor die hervorragenden Hörerzahlen. Der Kulturkanal kommt an. Und genau diese Qualität im Rundfunk soll über die BLM besonders gefördert werden.

Der Kulturkanal kommt an

Mehr als 200 Sendungen im Jahr zu festen Sendezeiten viermal die Woche erfordern ein Team, das in den vielen Bereichen der Kunst und Kultur – vom Schulkonzert über Architektur, von klassischer Musik bis zur zeitgenössischen Kunst und Literatur – fachliche Kompetenz zeigen muss, zugleich unterhaltsam sein und zudem das Interesse der Hörerschaft von Radio IN treffen soll. Aktuell sind dies: Johannes Seifert, Max Foerster, Heike Haberl, Michael Kleinherne, Isabella Kreim (Foto von li. n. re., (c)Kulturkanal). Max Foerster wurde übrigens gerade erst mit dem BLM-Hörfunkpreis 2016 ausgezeichnet.

Programm-Förderung drastisch gekürzt

Neben dem Trägerverein, den korporativen und privaten Förderern zählen die Landkreise Eichstätt und Pfaffenhofen sowie die Städte Ingolstadt, Neuburg, Pfaffenhofen und Schrobenhausen zu den langjährigen, großen Unterstützern. Eine wichtige Säule der Finanzierung stellte bisher die Programmförderung durch die BLM dar. Und eben diese hat sich jetzt deutlich reduziert: Von 24.000 € (2014) auf 15.0000 € (2015) und geplant auf 10.000 € für 2016. Wer und wie gefödert wird sieht man auf den Förderlisten des BLM (Förderprogramm BLM). Die Gründe für die Kürzungen erkennt man daraus nicht.

Die Regionalinitiative IRMA, viele Jahre Unterstützerin, muss reduzieren, wohl auch wegen eigener interner Umstrukturierung, denn starke Mitglieder wie AUDI haben sich aus dem Standortverein zurückgezogen. Der Kulturzuschuss der Stadt Ingolstadt, bisher auch zuverlässige Partnerin des Kulturmagazins, soll 2016 um 15 % auf 8.500 € gekürzt werden – allgemeine Haushaltsperre wegen der VW-Krise. Viel Sachzwänge also vor Ort - da trifft der deutliche Rückgang der bayerischen Rundfunkförderung besonders hart.

Auf die problematische Situation hat zunächst Prof. Dr. Gunter Schweiger, Vorsitzender des Trägervereins zur Förderung kultureller Belange in der Region Ingolstadt, reagiert und sich an den Präsidenten der BLM gewandt, an Siegfried Schneider. Schneider müsste die Situation vor Ort und den KULTURKANAL gut kennen, er war vormals Kultusminister und viele Jahre Landtagsabgeordneter Eichstätts. Ob das Bemühen Schweigers erfolgreich war, wird man sehen.

KULTURKANAL – Jetzt unterstützen!

Um den Kulturkanal zu unterstützen kann man zunächst einmal Mitglied werden im Trägerverein für kulturelle Belange in der Region Ingolstadt e.V. (Mitgliedsantrag hier). Spenden an den Trägerverein sind steuerabzugsfähig. Unternehmen können sich in der Reihe der bisherigen Unterstützer und Sponsoren anschließen (Liste der bisher unterstützenden Firmen und Institutionen hier).

Und es besteht noch die Chance, dass die Hörerschaft, die Kunst- und Kreativschaffenden der Region, die vielen Schulorchester, Autoren, Chöre, Tänzerinnen, Theatergruppen, Kultureinrichtungen ...  sich für die weitere, ausreichende Förderung ihres Kultursender stark machen können. Der Kulturkanal ist immerhin die einzige regionale Radio-Kultursendung die aus allen Bereichen - den ehrenamtlichen und professionellen - und aus allen Kultursparten berichtet. Dafür kann sich jede und jeder zunächst persönlich an BLM-Präsident Schneider wenden, auf die befürchtetet Folgen aufmerksam machen und sich für den Erhalt des Kulturkanals aussprechen.

Aufmerksamkeit zu schaffen ist wichtig.

Adresse des BLM
Bayerische Landeszentrale für neue Medien BLM
Herrn Siegfried Schneider
Präsident
Heinrich-Lübke-Str. 27
81701 München
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Wir zitieren hier auch aus dem offenen Brief der Künstlerin Gerda Büttner-Biernath vom 13. Juli 2016 zu Fortbestehen oder AUS des Kulturkanals.

Liebe Kulturmenschen in Ingolstadt und Region!

da die Bayerische Landesmedienzentrale, die den privaten Hörfunk eigentlich fördern und Qualität besonders anerkennen sollte, dem Kulturkanal Ingolstadt für 2016 die Fördermittel aus unerfindlichen Gründen um 15 000 Euro gekürzt hat, steht unser regionaler Kultursender "Kulturkanal" vor dem AUS - wenn nicht ein Wunder geschieht und die fehlenden Gelder dennoch aufgebracht werden.

(...)  Der KULTURKANAL geht uns Kunstschaffende und Kulturfreunde alle an. Wir alle freuen uns über die interessanten, kompetenten, hochqualifizierten und kurzweiligen Beiträge über das gesamte Kulturgeschehen in Ingolstadt und Region. Seit über 25 Jahren! Das soll es ab 2017 nicht mehr geben?

Die Bitte an alle Angeschriebenen, sich für den Kulturkanal einzusetzen, Sponsoren zu suchen und vor allem dem
Herrn Siegfried Schneider
Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien
Heinrich-Lübke-Str. 27
81701 München
oder per mail  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  zu schreiben

Bitte machen wir uns stark für den Erhalt des Kulturkanals. Die Zeit läuft, Ende des Jahres ist Schluss, wenn es uns nicht gelingt, die fehlenden Mittel vom BLM zu erhalten. Bitte die Nachricht an Freunde und Bekannte, an Kulturschaffende und Kulturinteressierte weiter geben.

Herzliche Grüße,
Eure Gerda Büttner Biernath

 

 

 

 

 

EmmiBoeck 2016 348Ingolstadt | Emmi Böck (1932 – 2002) gilt heute noch als die „sagenhafteste Frau“ Bayerns (Münchner Merkur). Die Autorin hat in vielen Jahrzehnten Sagen und mündliche Überlieferungen aus dem gesamten bayerischen Raum gesammelt und veröffentlicht. Ihr Werk zählt zu den großen Sagensammlungen und -forschungen Deutschlands. Sie hat den vielen Kulturregionen und bayerischen Landschaften Gesichter und Geschichten gegeben, oftmals überhaupt wieder zu Tage gefördert. Die Stadt Ingolstadt hat sie mit dem Kulturpreis geehrt (2000), die Laudatio findet sich, mit vielen Bildern, Geschichten und  Informationen auf der Seite

www.emmi-boeck.de

Der Förderverein Europäisches Donaumuseum Ingolstadt würdigt die Autorin und ihr Werk in einer Ausstellung im Alten Messpegelhaus. Dr. Isabelle Kreim wird zur Autorin und zum Werk einführen und dabei auch Emmi Böck selbst zu Wort kommen lassen.

Ausstellungseröffnung
I, der Teifi und der Hund
Emmi Böck – Sagenforscherin aus Ingolstadt
Donnerstag, 21. Juli 2016 um 18 Uhr
Altes Messpegelhaus (südliches Donauufer)

EmmiBoeck 2016 740

Foto: Stefan Hanke | Emmi Böck mit Katharina Rötzer (Reetzerin)

GWG 348 uebergabe handIngolstadt | Kunst und Architektur | Wertschätzung kann ein Fest sein. Sie zeigt sich aber ebenso als handwerklicher Besenstrich-Putz, im Muster eines haushohen Spaliergitters, als  Donauboot aus Korallenriffschuttkalk. Die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt (GWG) hattte eingeladen zu einem Fertigstellungsfest, um all dies zu feiern.  Konkret ging es um die Übergabe des Kunstwerkes „Donauboot“ von Ludwig Hauser und die Fertigstellung der Wohnanlage Schwinge & Stadthäuser an den Donauauen.

Kunst am Bau ist … Wertschätzung

Es war GWG-Geschäftsführer Peter Karmann, der von der Wertschätzung sprach. Kunst am Bau umzusetzen sei nicht nur der eigene baukulturelle Anspruch, sie sei Ausdruck der Wertschätzung für die Bewohner, so Karmann. Die festliche Übergabe eines Kunstwerkes sei Ausdruck der Wertschätzung für die Arbeit des Künstlers, das Fertigstellungsfest eine Würdigung nicht zuletzt auch der Arbeit der Architektinnen und Architekten, der Förderung durch die Regierung, der guten Arbeit des ganzen Teams – im Großen und in den Details und vor allem gemeinsam.

kunstmesse EAJUng 348Ingolstadt | Die Kunstmesse Ingolstadt 2016 ist bereit - erwartet werden wieder etwa 2000 Kunstinteressierte, die schauen, kaufen und genießen. Dem Veranstalter BBK (Berufsverband Bildender Künstler Ingolstadt und Oberbayern Nord) ist hier wieder ein gute, interessante Kunstschau gelungen. Das sahen wohl auch Kulturreferent Gabrie Engert und Oberbürgermeister Lösel so, die zusagten, die Exerzierhalle auch künftig als Ausstellungshalle zu erhalten. Sie dankten ausdrücklich den Organisatoren (Messeleitung Viktor Scheck und Angelika Gützlaff) für ihr Engagement. Dabei war es in diesem Jahr nicht ganz einfach gewesen. Einer der großen Ausstellungsräume - die Reithalle im Klenzepark - stand nicht zur Verfügung, was besonders für die großen Bildhauerarbeiten problematisch hätte sein können Weniger Platz und mehr Anmeldungen von Künstlern aus ganz Bayern, diese Herausforderung gab es für die Jury zu meistern. Und es ist ihr gelungen: die Kunstmesse Ingolstadt 2016 überzeugt durch eine dichte künstlerische Qualität und durch eine gute Mischung aus bekannten Künstlern, deren Entwicklung man gerne verfolgt und neuen Kunstmesse-Teilnehmern wie Stefan Wanzl-Lawrence und Susanne Pohl, die mit ihren Radierungen enorm großes Interesse finden dürften.

kunstmesse2014 FREUDE 348Ingolstadt | Drei Tage lang zeigen 60 Künstlerinnen und Künstler aus Bayern ihre Arbeiten auf der kunstmesse ingolstadt 2016, die am 1. Juli beginnt. Nicht nur sehen, genießen und fragen, auch das Kaufen ist ausdrücklich erwünscht. Hier gilt „Kunst kommt auch von Kunde.“ wie es Messeleiter Viktor Scheck  ausdrückt, denn hier zeigen und verkaufen die Produzenten und direkt an die Kunstinteressierten, ohne Galerien als Vermittler.  Der direkte Kontakt mit den Künstlerinnen und Künstlern  ist dann auch  das besonders Spannende an einer solchen Produzentenmesse.

Ab Freitag, den 1. Juli bis Sonntag, 3. Juli werden wieder gut zweitausend Besucher erwartet. Die Kunstmessen des BBK Ingolstadt finden in zweijährigem Turnus statt und  waren bisher schon Besuchererfolge, haben überregional ein großes Medienecho gefunden. Von der feinen Silberarbeit über Malerei,  Fotografie bis zur Skulptur sind alle Kunstgattungen vertreten - und auch jede Preiskategorie.

Batterie Jordan Weinfurtner Parthum 3482Ingolstadt | Batterie 94 - reloaded. Die Künstler Markus Jordan, Tom Parthum und vor allem Ines Weinfurtner (Swept-Away-Gastronomin), haben den alten Festungsbau am Künettegraben geöffnet und erfüllt - mit Licht, Leben und Kreativität, mit Ateliers, Bar, Bühne, Bienenvölkern und offenen Möglichkeitsräumen für Ingolstadts freie Kulturszene. Die Drei (Foto) haben es als Privatleute angepackt und viel in die Idee einer Kreativgemeinschaft investiert. Monatelange viel eigene Arbeit und viel Geld. Es waren umfassende Umbauarbeiten notwendig um Raum, Licht, Luft zu gewinnen. Wände wurden eingerissen, um die Fenster frei zu machen, Böden verlegt, selbst die Elektronik wurde erneuert. Der hiesige Polizeisportverein, er ist Hauptmieter und der direkte Nachbar der Batterie, hatte das Gebäude seit den 70er Jahren an verschiedene Gastronomen untervermietet, zuletzt war es eine Discothek gewesen, die nach Razzia geschlossen worden war.

Kreativzentrum mit Dachgarten, altem Baumbestand, zentral gelegen

Dann erfuhr Ines Weinfurtner vom Leerstand und erfüllte sich mit Jordan und Parthum den Traum eines gemeinsamen Künstlerhofes, einer Kreativgemeinschaft. Weinfurtner ist gelernte Elektrikerin und die Wirtin des Swept-Away. Sie arbeitet künstlerisch mit Holz, Skulptur und Farbe. Lichtkünstler Markus Jordan stieg mit ein und schuf sich und der Glow Connection einen Kreativarbeitsplatz. Für ihn ist nicht nur die Gemeinschaft ein Traum, sondern vor allem der große Dachgarten. Ein Wald mitten in der Stadt. Tom Parthum hat sein Atelier per plex aus der Donaustraße 1 hierher verlegt. Die zentrale Lage – 4 Min. vom Rathausplatz, vom Swept Away oder Stadttheater entfernt – ist für alle immer noch kaum zu glauben. Ein Traum.

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