k10 redaktion

k10 redaktion

rusticarum6 348Ingolstadt | Der Pop-up-Store „zeitraum“ ist eröffnet! Die Theresienstraße 13 ist damit eine neue Adresse für Kreativschaffende, Design und Produkte aus der Region. Manuela Vitzthum ist mit ihrer Firma Rusticarum die erste, die den „zeitraum“ gemietet hat. Für die Initiative Cityfreiraum ist der "zeitraum" die Ergänzung einer seit 2014 guten Idee, neue Geschäftsgründungen gezielt in der Innenstadt zu fördern. Das bringe Vielfalt in die Altstadt und Leben in die Leerstände und ist minimaler Aufwand für die Unternehmen, unterstreicht IFG-Chef Norbert Forster die Unterstützung die von der IFG, dem Existenzgründerzentrum und dem Stadtmarketingverein IN-City kommt. Für zwei Monate verkauft und präsentiert nun Manuela Vitzthum regional hergestellte Produkte rund um den Hallertauer Hopfen – feine Spirituosen, Hopfengetränke und vor allem nachhaltiges Upcycling-Design aus alten, oder besser gesagt antiken, Hopfensäcken - edle Unikate, handgenäht und mit Geschichte.

Die Markterprobung hat die erfahrene Geschäftsfrau schon erfolgreich bestanden. Sie verkauft seit einigen Jahren über ihren online-Shop hopfenmanufaktur.de hochwertige Produkte aus der Hallertau, arbeitet auch mit dem Deutschen Hopfenmuseum in Wolnzach zusammen. Etwas Besonderes sind die handgefertigten Upcycling-Taschen und Accessoires aus den Hopfensäcken. In den robusten Jutestoffen wurde der Hopfen  an die Brauereien geliefert. Sie sind zu schön, um sie wegzuwerfen und inzwischen nicht nur antik, sondern auch selten, denn die Webmaschinen gibt es nicht mehr. Die Hopfensäcke sind damals bedruckt worden mit den jeweiligen Bestimmungsorten und dem Jahr. Sie haben also genau den Charme und die Echtheit alter Handwerksprodukte und regionaler Marken, die für das Upcycling-Design so geschätzt werden: Einzelstücke, nachhaltig und edel verarbeitet. Und so gibt es große und kleine Taschen, Applikationen oder Zierbänder auf Hüten, Sitzhocker und vieles mehr – jedes Stück ein Unikat. Antike Holzbierkästen sowie bayrischer Dekorationsschmuck gehören ebenso zum Angebot. Und den guten Duft des Hopfens, dem "grünen Gold" der Hallertau, gibts obendrein.

Slow Design | Manuela Vitzthum ist den Schritt in die Selbstständigkeit ganz bewusst gegangen und hat ihren ursprünglichen Beruf in der digitalen Branche aufgegeben. Hopfen und vor allem die robusten Hopfensäcke sind ihr seit der Kindheit aus ihrer Heimat der Hallertau vertraut. „Oft bin ich auf den Jutesäcken eingeschlafen.“ erzählt sie lachend. Ebenso bewusst geht sie nun den Schritt vom online-Shop in den Laden-Verkauf. Der ehemaligen IT-Fachfrau für SAP ist es ausdrücklich ein Anliegen mit ihren Produkten analog präsent zu sein, die Qualität und Geschichte der Hopfenprodukte und der Region fühlbar zu machen. Sie will der Schnelllebigkeit unserer Zeit und dem Wegwerfdenken etwas entgegen setzen – haltbare und sinnliche Produkte, verantwortliches Produzieren, Nachhaltigkeit. Was sie verkauft, ist in Manufakturen und Betrieben der Region hergestellt. Slow Design eben. Für die nächsten zwei Monate wird Manuel Vitzthum selbst im Geschäft sein und dort auch Vorträge anbieten, etwa zur Wirkung des Hopfens oder über die Herstellung der besonderen Liköre. (Termine folgen noch, stehen dann auf der K10-Startseite im Veranstaltungskalender).

www.hopfenmanufaktur.de

Der „zeitraum“ von Cityfreiraum | Der 58 qm große Raum in der Theresienstraße 13 ist ein neues Angebot der Initiative Cityfreiraum. Seit 2014 hatte sie in den letzten Jahren gezielt für die Innenstadt Gründer auf dem Weg in die Selbstständigkeit unterstützt. Mit dem „zeitraum“ wurde die Initiative nun bewusst ergänzt, um Angebote gezielt für die Kreativwirtschaft, für Design und Produkte aus der Region zu machen. Temporär und mit wenig Aufwand für die Mietenden, der Laden ist teilmöbliert und funktioniert sofort. Interessierte können online ein Bewerbungsformular über die Homepage von Cityfreiraum www.cityfreiraum-ingolstadt.de ausfüllen und absenden (kostenfrei registrieren). Hier sind dann unter „Pop-Up-Store“ Detailinformationen (Mietpreise, Kaution, etc.) zu finden. Eine Rückmeldung kommt per email. Sobald der Untermietvertrag unterschrieben sowie die Kaution und Miete eingegangen sind, kann der Pop-up-Store bezogen werden.
Laut IN-City-Chef Thomas Deiser sind bereits bis in den September hinein Zeiträume gebucht. Die Miete für den Pop-up-Store ist je nach Saison zwischen 50 und 100 Euro pro Woche, inkl. Nebenkosten. Sollten die Unternehmen nach dem Abschluss der Mietphase im zeitraum-Store dann längerfristig ein Geschäft in der Innenstadt betreiben wollen, steht ein Beraterteam von Cityfreiraum zur Seite sowie das Förderprogramm dazu.

 www.cityfreiraum-ingolstadt.de

 

 

Bilder und Text:  ©Petra Kleine

Christine Olma Anton 348Ingolstadt | Christine Olma hat ihr erstes Kinderbuch veröffentlicht. „Anton und der Geheimbund der Tiere“ ist damit jetzt auch Teil unserer Welt geworden. Die Fotografin und Journalistin (olma-fotodesign.de), ist gebürtige Ingolstädterin, lebt aktuell hier und ist beruflich weltweit unterwegs. Bei der Vorstellung ihres druckfrischen Erstlingswerkes in der dicht besetzten Harderbastei war neben der Aufregung einer Premiere auch so etwas wie Wehmut bei der Autorin deutlich spürbar. Die kleinen tierischen Figuren mussten jetzt losgelassen werden und das fiel offensichtlich etwas schwer. Wohl auch weil mit den Zeichnungen der Illustratorin Dominika Hladik, die Figuren so liebevoll in Szene gesetzt worden waren, dass Olma selbst ganz gerührt war. „Es waren genau die Tiere, die ich mir vorgestellt hatte." Die Portraitzeichnungen von Bockkäfer Lorenz, Anton, Mika, Luigi und anderer waren im Raum aufgestellt und blickten während der Lesung eindringlich ins Publikum.

Christine Olma wendet sich mit ihrem Kinderbuch "an alle Junggebliebenen, die Freude an mutigen Mäusen, einer modebewussten französischen Eidechse, einem vergnügt-verfressenen Hamster, einem theatralischen Bockkäfer und vielen weiteren außergewöhnlichen kleinen Tierpersönlichkeiten haben" (Interview mit Katrin Fehr, Donaukurier 21.3.18). Sie hat sich seit gut 10 Jahren mit der Geschichte befasst, mal mehr, mal weniger, aber immer wieder. Es begann im echten Leben mit einer echten Ameise, die sie mit einem Korb Waldpilze heimbrachte. „Wo kommt die wohl her, was wird jetzt mit ihr?“ fragte sich die Tierfreundin. Und so sammelte die Weltreisende und ideenreiche Macherin (u.a. eines veganen Restaurants in Ingolstadt) immer neue Episoden tierischer oder menschlicher Schicksale, übersetzte mitmenschliche Schrulligkeiten ins Tierreich. Und umgekehrt war ganz klar die ein oder Tierart in einem Zeitgenossen erkennbar. Eine Fülle von Charakteren und Geschichten entstand, die die 46-jährige im letzten Jahr schließlich zusammenfügte. Schreiben gehe nicht nebenbei, es müsse ein konzentriertes Arbeiten sein, betonte Olma. Dafür hatte sie sich einige Monate in die Toskana zurückgezogen und alles zusammengefügt. Auf mehr als 300 Seiten erzählt sie - mit genauer Kenntnis der jeweiligen Spezies, mit spitzer Feder und mit einem großem Herz für menschliche Schwächen - die Abenteuer ihrer Figuren. Es geht um Freundschaft, Verrat, Liebe und Vertrauen, um Geheimnisse und Sehnsüchte. Und natürlich um große Themen wie Migration und Heimat, um Verlorengehen und jede Art von Ankommen. Und um Mut – den Mut in der Verzweiflung, den Mut zu Zivilcourage und Hilfsbereitschaft.

 

Die Geschichte von „ANTON und der Geheimbund der Tiere“ beginnt auf dem Ingolstädter Wochenmarkt. Anton die Maus kommt auf einem Kartoffelhänger an. Unfreiwillig. Seine Familie lebt weit weg im Altmühltal und so muss der kleine Einwanderer sich in der Fremde zurechtfinden. Doch zum Glück gibt es hilfsbereite Schicksalsgenossen, die auch in Ingolstadt gestrandet sind oder sich Helfen zur Aufgabe gemacht haben. Henry, die Eidechse zum Beispiel, die sich wegen Liebeskummer in Frankreich von einer Brücke stürzte und auf einem LKW und schließlich in Ingolstadt landete. Oder Marek aus Polen, zwei Bienen aus Holland, Taube, Hamster, Schildkröte … Die Geschichte führt uns in eine italienische Bar, an den Künettegraben, in den Zoo Wasserstern, ins Rathaus oder Stadttheater. Genaue Ortskenntnisse sind nicht notwendig zum Verstehen, erhöhen jedoch das Lesevergnügen. Wenn wir uns etwa überlegen, ob der Hamster Luigi Ähnlichkeiten mit dem Wirt der Bar Centrale hat, warum der Major ausgerechnet im Rathaus lebt. Herrlich fein beobachtet sind auch Olmas Schilderung eines Rettungsversuches, bei dem sich ein Korken als Schwimmhilfe als durchaus tückisch erweist und die damit bestückte Schildkröte unter Wasser kippt, statt sie zu tragen. Detailgenau und kenntnisreich – Spannung, Lachen und Lächeln versprochen!

Christine Olma, Dominika Hladik (Illustrationen) | Anton und der Geheimbund der Tiere | Etwa ab 8 Jahre | 312 Seiten, Kastner, Wolnzach, 16,80 Euro.

 

 

Mehr lesen 

Michael Olma | extraprimagood.de| "1960 veröffentlichte mein Großvater Karl Olma unter dem Pseudonym Michael Zöllner sein erstes Buch. Der Titel: „Pflüger im Nebel“. Ein Roman über Flucht und Vertreibung aus Oberschlesien. Ein sehr vielschichtiges Thema. Ein Stück Familiengeschichte." | 58 Jahre nach Großvater – meine Schwester - Hier lesen

Michael Olma | Druckfrisch auf dem Tisch | Anton und der Geheimbund der Tiere - druckfrisch - Hier lesen

Donaukurier vom 21.3.2018 | Mit einer Waldmaus durch Ingolstadt von Katrin Fehr |  Hier lesen

 

Fotos: © Petra Kleine
Illustrationen: Dominika Hladik

 

 

EDEKA Anzeige mitAnzeige700x300px

 

kunstvollZUG3 348Ingolstadt | KunstvollZUG. Ein lebendiger Kunstumzug von Künstlerinnen und Künstlern der freien Szene und des Stadttheater Ingolstadt, den Akteuren von Kulturwerkstatt KAP 94, Kunstschule, Tanz- und Musikgruppen brachte die Phantasie auf die Straße. Sie haben etwas von der Kunst gezeigt, die in Ingolstadt lebendig ist und von den Kulturschaffenden, die sich in der Stadt und für diese Szene einbringen. „Eine Prozession der Kreativen mit Kostümen, Masken, Stelzen, Wägen, Musik und Performances!“ beschreibt es Isabella Kreim vom Kulturkanal. Über den KunstvollZUG, der am Samstag Abend bei eisiger Kälte zwischen Harderbastei, Stadttheater und Kap94 unterwegs war, wurde sogar in der Abendschau des Bayerischen Rundfunks berichtet. Ingolstadt als Stadt der Phantasie und einer Kunstszene voller Vielfalt und Enthusiasmus - ein schöner Erfolg für die Kunstschaffenden und für die Stadt!

KunstvollZUG wurde auf den Weg gebracht von der Kunst- und Kulturwerkstatt KAP94, der Kinder- und Jugend-Kunstschule Kunst- und Kultur Bastei. Mit dabei die wunderbar geheimnisvollen Fabelwesen des Zwischenraum Theaters, der Chor des Stadttheaters, Künstler an die Schulen e.V., die Kinderzirkusgruppe Christoph-Kolumbus-Grundschule, die Lichtperformancegruppe Glowconnection, die Geisenfelder Highlanders, das Ukulelenorchester Ingolstadt, kurdischer Volkstanz ...

Und warum das alles? Marcel Kazmeier vom Kurierkollektiv skandiert seine Botschaft laut in die Menge: Mit Lust und Vorsatz kommunizieren wir - unsere Narrative, unsere Gefühle, unsere Inhalte. Und warum das Ganze? Um seiner selbst willen. Weil es Kunst ist.

Die Kreativen vom KAP94 die den Umzug initiiert haben, hatten die Idee vom kunstvollZug, um die Szene sichtbar machen. Sichtbar für die Menschen in der Stadt und sichtbar auch füreinander. „Wir wollen zeigen, dass es in Ingolstadt auf jeden Fall eine Kulturszene gibt, die sich gemeinsam auch für Kunst und Kultur in Ingolstadt stark macht.“ so Tom Parthum, einer der Gründer des KAP94. Tatsächlich ist es wohl eher selten, dass sich das Stelzentheater von zwischenraum mit seiner bizarr-düsteren Ästhetik in einem gemeinsamen Auftritt mit den schottischen Dudelsackklängen der Geisenfeld Highlanders findet. Und wann schon trifft der kurdische Volkstanz auf den Gospelchor oder das deutsche Abendlied. Für die Kinder und Jugendlichen der Kunst- und Musikschulen sind Auftritte, noch dazu mit professionellen KünstlerInnen, ohnehin ein unvergleichliches Erlebnis. Darum also ein kunstvollZug. Paula Gendrisch, Vorstandsmitglied des KulturKAP94 e.V, betonte das Anliegen, die künstlerische Szene Ingolstadts „mehr zu vernetzen, zu beleben, zu ermutigen, zu erweitern, neue Impulse zu geben. Die Szene soll wachsen, denn sie macht unsere Stadt für so Viele lebenswert. Dazu muss sie sich und ihre Vielfalt kennlernen.“ Der kunstvollZug war also weit mehr als ein buntes Treiben. Es ging auch darum sich zu begegnen, sichtbar zu sein und die Türen zu öffnen für Ingolstadts BürgerInnen, die mit der künstlerischen Szene, mit den Kreativschaffenden unserer Stadt noch nicht viel Berührung haben. Und das Publikum in der Fußgängerzone zeigte sich denn auch, trotz der Kälte, sehr begeistert von den kunstvollen Darbietungen. Das so viele Akteure mitmachen würden, auch solche, die einander noch nicht kannten, war nicht selbstverständlich. Für die Initiatoren des KAP 94 war dieser erste kunstvollZug also ein voller Erfolg.

Paula Gendrischs Anliegen als Mitinitiatorin, war auch, zu zeigen, wie wesentlich die Kunst für die Menschen ist – für diejenigen, die sie machen und für diejenigen, die sie konsumieren. Gendrisch ist seit 2015 fest im Ensemble des Jungen Theaters am Stadttheater Ingolstadt und Vorstandsmitglied im KAP94 e.V.. Sie bringt, neben ihrem Engagement am Theater, regelmäßig Aufführungen für das „KAP der Kinder“ auf die Bühne und nimmt so schon die Kleinsten mit. Sie brennt nicht selbst nur für die Kunst, sie kann auch dafür begeistern.Uns so war der kunstvollZug nicht zuletzt auch ein „Etwas zurückgeben“ an die Stadt und ihre Menschen. An die Stadt, die die freie und die institutionelle Kunst fördert und an das Publikum, das kommt, Kunst konsumiert und sich so mit den Themen beschäftigt. Über den kunstvollZug war überregional und sogar in der Abendschau des BR Fernsehens berichtet worden. Ingolstadt als Stadt der Phantasie, mit einer Kunstszene voller Vielfalt und Enthusiasmus - ein schöner Erfolg für die Stadt (die hat die Aktion bürokratisch und auch finanziell unterstützt) und für die Kunstschaffenden, die sich wieder einmal als beste Botschafter für Ingolstadt gezeigt haben.

„Wer Kunst macht oder konsumiert, der beschäftigt sich, der bildet sich fort, der kommuniziert, dem ist selten etwas egal. Wer Kunst macht, der läuft mit offenen Augen durch die Welt, der stellt sich moralischen Fragen, der arbeitet häufig im Team. Darum geben wir Impulse, damit Menschen miteinander kreativ werden. Kunst gibt die Möglichkeit Realitäten durch die verschiedensten Kanäle der Wahrnehmung zu erfahren und erfahrbar zu machen. Kunst kann Realitäten verändern. Kunst stellt Fragen. Wer Kunst macht oder konsumiert, nimmt sich den Raum und die Zeit, für ein bestimmtes Thema. Kunst fordert dazu auf, um die Ecke zu denken. Andere Perspektiven einzunehmen. Sich zu beschäftigen. Mit Inhalten, mit handwerklichen Fähigkeiten, mit dem eigenen Körper, mit dem was es bedeutet Mensch zu sein, mit anderen Menschen, mit Kommunikationsmitteln, mit Wahrnehmung, mit Emotionen, mit Mitgefühl, mit Gesellschaft, mit Umgebungen. Kunst ist ein Ort, der von Freiheit gekennzeichnet ist. Ein Ort, der Fragen stellen darf ohne Antworten parat zu haben. Wer Kunst macht oder konsumiert, der beschäftigt sich, der bildet sich fort, der kommuniziert, dem ist selten etwas egal. Es geht darum zu erschaffen, sich zu begegnen, Fähigkeiten zu erlernen und weiterzugeben, sichtbar zu sein und Türen zu öffnen für BürgerInnen Ingolstadts, die mit der künstlerischen Szene unserer Stadt noch nicht viel Berührung haben.“ Paula Gendrisch

Beim ersten kunstvollZug haben mitgemacht die Kunst- und Kulturwerkstatt KAP94 (Initiator),  die Kinder- und Jugend-Kunstschule Kultur Bastei, die Stelzengänger des Zwischenraum Theaters, Künstler an die Schulen e.V., die Kinderzirkusgruppe der Christoph-Kolumbus-Grundschule, die Lichtperformancegruppe Glow-Connection, das Kurierkollektiv mit Marcel Kazmeier, die Musikschule Tonfraktion, The Geisenfeld Highlanders, CELTICA Irish Dance Academy, die kurdische Volkstanzgruppe, das Ukulelenorchester Ingolstadt, Künstlerinnen und Künstler wie Beate Diao, Markus Jordan, Tom Parthum, Viki Haderer, Elisabeth Toro, E. A. Jung, Paula Gendrisch, Victoria Voss, Ralf Lichtenberg sowie der Ensemblechor des Stadttheaters Ingolstadt. Petra Kleine (Update am 4.4.2018)

Mehr dazu
Abendschau vom 17.3.2018 Bericht BR „Kunstumzug. Buntes Treiben in Ingolstadt“
Bericht im Donaukurier „An Vielfalt und Skurrilität kaum zu übertreffen“ (DK 18.3.2018)
Im Kulturkanal berichtet Isabella Kreim von den Vorbereitungen zum "kunstvollZug"

 

Zum Vergrößern des Bildes, darauf clicken.

 

Fotos © Petra Kleine

 

NeueWelt 348Die Welt verändert sich rasant und ruft permanent nach Innovationen. Die Kultur- und Kreativwirtschaft wird dabei immer wieder als „Innovationstreiber“ bezeichnet. Doch stimmt das auch, beflügelt ein starker Kreativsektor die Wirtschaft? Und vor allem, wie kommt das Neue in die Welt? Wie kann sich ein kreativer Kopf oder künstlerischer Freigeist gegen wirtschaftlichen Wettbewerbsdruck oder den medialen Überfluss durchsetzen? Inmitten der Ausstellung „Glanzstücke“ im Audi museum mobile in Ingolstadt haben sich der Künstler Camill Leberer und die AUDI Exterieur Designer Frank Rimili und Etienne Giuga darüber ausgetauscht. Simone Schimpf, Museumsleiterin und Vorständin der Stiftung konkrete Kunst, führte durch die Diskussion, klärte die Begriffe und forderte heraus.

Das Neue, das Fremde, das Frische. Was ist neu, was ist innovativ? Künstlerisch gesehen gebe es eine keine wirklich neuen Themen mehr, sondern nur eine begrenzte Zahl von Themen und immer wieder einen neuen Umgang damit. Es brauche sehr lange Zeit, bis sich tatsächlich etwas Neues entwickle, denn das Neue sei eben nicht nur das Andere oder einfach nur anders als das Vorherige. „Es ist nicht so, dass das Neue wie eine göttliche Eingebung plötzlich auftaucht“ wies Camill Leberer nach. Es entstehe immer durch Auseinandersetzung, es schöpfe sich aus dem Anderen und verändere es. In der Kunst zeige es sich auch als das Fremde. Wenn heute die Impressionisten massenhaft in den Museen besucht werden, waren sie zu ihrer Entstehungszeit ein Bruch, ungewohnt und fremd. Neu.

„Das Neue ist für uns etwas Alltägliches, eine ständige Frage in unserer Arbeit“, erklärt Frank Rimili. Einem Designer werde eine Aufgabe gestellt, etwa „Mache den A4-Nachfolger.“ Dann arbeiten zehn und mehr Designern über eine lange Zeit, meist einige Jahre, daran. Doch schon bei den ersten Entwürfen komme die ganz entscheidende Frage „Ist das neu?“ oder besser noch ausgedrückt: „Ist das frisch?“.

Kreativ oder schöpferisch. Wer nun dachte, Kreativität sei das Verbindende für Künstler und Designer, wurde erstmal überrascht. „Seid ihr kreativ?“ forderte Simone Schimpf den Künstler geradezu heraus. Kreativ sei doch heutzutage jeder, spitzte Camill Leberer zu, es gebe inzwischen Kreativ-Bäcker, Kreativ-Friseure … Der Begriff sei von der Wirtschaft abgenutzt und passe für ihn als Künstler nicht mehr. Kreativität sei die Norm und daher der Gegensatz zum Künstlerischen, das er als etwas Schöpferisches begreife. Würde ein Künstler also schöpferisch an die Entwicklung einer Aufo-Form gehen, könne es sein, dass es nicht fährt. Für Rimili und Giuga hingegen ist Kreativität ein Begriff, mit dem sie ständig arbeiten. Kreativität kann man wohl nicht lernen, meinte Giuga, man lerne nur, die eigene Kreativität immer besser zu nutzen und gezielt einzusetzen. Seine kreative Arbeit beginne immer auf dem Papier, mit dem Zeichnen. Dem Skizzieren folgt das Scribblen, Doodlen, 3-D-Rendering und schließlich ein Modell 1:1 in Ton. Ein zielorientierter kreativer Prozess. Frank Rimili stellt als Leiter der AUDI-Design-Abteilung Studio 3 sein Team aus Bewerbern aus der ganzen Welt zusammen und dabei ist natürlich die wichtigste Frage: Ist der Bewerber kreativ? Dazu gehöre, dass die Designer sich flexibel und wandelbar zeigten, viele verschiedene Formensprachen beherrschten. Für Rimili auch wichtig ist, so etwas zu erkennen wie Frische und eine „unvoreingenomme Neugier“.

Mythen. Unvoreingenommenheit bitte nicht gleichsetzen mit Unwissenheit knüpfte Camill Leberer hier an. Es gebe das Klischee, Kreativität entstehe am besten aus unschuldiger Ahnungslosigkeit. Doch wirklich neue Dinge entstünden nur in der gesellschaftlichen oder gemeinschaftlichen Auseinandersetzung und einem Wissen über Zusammenhänge. „Wir müssen aufräumen mit den falschen Mythen über schöpferisches Arbeiten durch göttliche Eingebung oder allein im stillen Kämmerlein“, schärfte Leberer ein.

„Uns geht’s genauso! Wir hassen es, wenn wir immer wieder so etwas lesen wie: der Designer hat auf seiner Yacht mal eben auf der der Papierserviette den neuen A4 entworfen.“ räumte auch Frank Rimili mit einem Kreativitäts-Mythos auf. Nichts entstehe mal eben so. Das Design für einen neuen AUDI sei harte Arbeit und knallharter interner Wettbewerb. Zu Beginn des Prozesses stünden viele Designer im Rennen, am Ende fällt die Entscheidung dann auf einen einzigen. Die Auseinandersetzung fände eher konkret mit der spezifischen Geschichte eines Modells statt. Oder wenn man es gesellschaftlich verstehen möchte, dann wenn Städte andere Anforderungen an Fahrzeuge stellen würden – das könne Größe sein oder dass die Zielgruppe sich ändere, lieber Ressourcen schone statt Status zu zeigen. Neben solchen und vor allem technischen Vorgaben bekämen die Designer auch gestalterische Leitplanken - wie sportlich, wie dynamisch, wieviel Avantgarde soll drin sein.

„Vollkommen andere Welt..!“, reagierte Leberer, darum sehe er sich eben nicht als kreativ, sondern ausdrücklich als schöpferisch. Antrieb für seine künstlerische Auseinandersetzung sei gerade nicht der Zweck, sondern eine eine - oft lebenslange und durchaus auch subjektive - Problemstellung. Man brauche Sturheit, um sich eben nicht von außen beeinflußen zu lassen. Dann müsse er aber auch wieder offen werden, um auf Distanz und in den Austausch gehen zu können. Hierfür braucht es nutzlosen, freien Raum und auch so etwas wie Langeweile. Frank Rimili nickt - weniger Druck wäre manchmal schön, um unkonventionellen Ideen mehr Raum geben können. Doch Langeweile? Unvorstellbar, dafür sei alles zeitlich zu scharf getaktet. Doch das seien eben die Bedingungen in der Wirtschaft und damit arbeiteten gerade die Designer bei AUDI nachgewiesen sehr erfolgreich.

Geschichten und Glaubwürdigkeit. „Im Design muss die Geschichte erkennbar sein, die des Vorläufer-Modells, der Entwicklung des Designs. Wir fragen uns immer wieder, ob dies in den Entwürfen erkennbar ist. “ hatte Frank Rimili aus dem Entwicklungsprozess berichtet. „Wir laden über das Design die Produkte mit Geschichte auf.“ Es sei sogar so, dass die Konsumenten bei einem Modell „gespürt“ hatten, dass die Entwicklung sehr zäh gewesen sei, die geschichte mühsam gefunden wurde -  und entsprechend zäh sei die Resonanz auf diesen Audi gewesen. Mit dem Design wird also auch die Glaubwürdigkeit des Produktes transportiert. Emotionen sowieso - schließlich soll der Kunde sich schnell emotional entscheiden können, veile Geld für genau dieses Modell ausgeben zu wollen.

„Welche Geschichte erzählt denn ein Künstler?“ wollte Simone Schimpf von Camill Leberer wissen. Der meinte schließlich, es würde wohl vor allem der Künstler selbst inszeniert, er erzähle seine Geschichte und erfinde sich dabei auch selbst.  Die Themen zeigen die, oftmals auch sehr subjektiven, Problemstellungen die den Künstler beschäftigen, reflektierte Leberer. Und an der Glaubwürdigkeit, daran arbeite man ein Leben lang, dafür stehe der Künstler und sein Werk mit der ganzen Person ein. Hat er die einmal verloren, gibt es also, anders als für Deisgner, kein „Nachfolgemodell“ mit dem erschütterte Glaubwürdigkeit schnell wieder zurückgewonnen werden kann.

Kann Design Neues bringen? Künstler wie Camill Leberer, das wurde deutlich, vertiefen sich solange in eine Thematik, bis es schöpferisch wird. Kreativ, darauf bestand Leberer, sei etwas anderes als schöpferisch. Doch wie ist das mit dem Design, entsteht hier Neues, mit jedem neuen Modell? Rimili bringt ein Beispiel für eine echte Innovation, die er seither allerdings "selbst so nicht mehr erlebt habe": der Citroen DS. Völlig neuer Umgang mit Volumina, der damals nicht in die kastige automobile Welt passte. Es sei ein totaler Bruch gewesen und weit nach vorne in die Zukunft gedacht. Und, so Rimili, es sei tatsächlich ein Künstler gewesen, der für Citroen diese völlig neue Formensprache gefunden habe.

Kunst ist Kunst, alles andere ist alles andere, hatte der Camill Leberer in der Diskussion die Kunst vom Design und auch von der Kreativwirtschaft abgegrenzt. Doch der Austausch, das hat sich gezeigt, ist spannend, fruchtbar und sinnvoll. Und es wird weiter gehen, versprach Simone Schimpf, denn dieser Abend war eine Premiere, etwas Neues.      Petra Kleine

leberer azubi 700

Camill Leberer, Bildhauer, Maler und Fotograf, lebt in Stuttgart. Seit 2009 ist er auch Stiftungskünstler der Stiftung Konkrete Kunst. Leberer hat für die aktuelle Ausstellung Glanzstücke im Museum Mobile erstmals mit den Material Aluminium gearbeitet. Seine Entwürfe „Räumliche Faltung 1 und 2“ wurden mit Auszubildenden des AUDI Karosserie-Baus umgesetzt. Die Kunstwerke Leberers sind Teil der Ausstellung „Glanz der Technik – Die Faszination des Werkstoffs Aluminium“ die eine Verknüpfung des automobilen Leichtbaus mit dem Material Aluminium zeigt. Noch bis 4. März 2018.

Leberer hatte auch in der Ausbildungswerkstatt über den Wert der Langeweile gesprochen. Wir haben eine Auszubildende gefragt (Foto), was sie denn davon halte, wie das bei ihr angekommen sei. Und tatsächlich berichtete sie, dass sie zuhause (nicht in der Arbeit) ganz bewusst Momente der Langeweile schaffe. „Ich setze mich einfach hin, und tue nichts“.

Etienne Giuga, ist als AUDI Exterieur Designer unter anderem an der Entwicklung von Fahrzeugmodellen wie dem Audi A3 e-tron beteiligt. Der Zukunftsvisionär ist einer der innovativsten Köpfe in seinem Team, so Rimili. Seine Zukunftsvision hat Giuga aktuell auf der Berlinale 2018, beim Audi Panel „Autoindustrie trifft Filmwelt“ vorgestellt (Foto, Links).

Rimili Giuga2 700

Frank Rimili, ist seit 1995 Exterieur-Designer im Unternehmen AUDI und hat kürzlich den neuen Audi A7 vorgestellt. Als Leiter des Studio 3 des Audi Design Exterieur gestaltet und verantwortet er den internen Wettbewerb der Ideen bis zum letztlichen Erfolg eines neuen Modell-Designs. Rimili war für AUDI auch schon in Hollywood, etwa zur Premiere des Science-Fiction-Films Ender’s Game mit Harrison Ford. Dafür war ein spezieller Science-Fiction AUDI virtuell designt worden (Foto, rechts)

Dr. Simone Schimpf ist Vorständin der Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt, Leiterin des Museums Konkrete Kunst und Expertin für Zeitgenössische und Konkrete Kunst.

schimpf leberer giuga rimili

Eingeladen hatte zu dem Abend Audi ArtExperience, vertreten durch Inge Wolf-Frör gemeinsam mit der Stiftung Konkrete Kunst und dem AUDI Museum Mobile.

Fotos: (c) Petra Kleine
und
© VG Bild-Kunst, Bonn 2017
© Camill Leberer
© AUDI AG

 

 

 

EDEKA Anzeige mitAnzeige700x300px

 


 

johannes hauser zeitjung 348Das online-Magazin ZEITjUNG stellt aktuell den Künstler und Fotografen Johannes Hauser  in einem Interview vor. „Obwohl sie schon tausende Male abgelichtet wurden schafft er einzigartige Bilder!“ schreibt Lisa Brinkmann. Auch der ehem. Bundestagspräsident Norbert Lammert kommt noch einmal zur Wort. Er hatte 2016 im Deutschen Bundestag die Ausstellung zu Hausers Fotoserie "nach oben" eröffnet. Lammert sei hier noch einmal zitiert, weil er klar und gut ausdrückt, warum uns diese Bilder so faszinieren:
„Genau das ist es, was wir von einer ästhetischen Auseinandersetzung mit Politik erwarten: Dass nicht nur schlicht dupliziert wird, was wir ohnehin kennen, sondern dass anders auf etwas geschaut wird, das wir zu kennen glauben, das aber immer wieder fremd, anders dargestellt wird.“

ZEITjUNG richtet sich an junge Leute und „Entscheidungsträger von morgen“ mit Karriere-Themen, Erwachsenwerden, Liebe, Internet, Nachhaltigkeit, Kunst und Kultur. Mit etwa 600.000 Usern (Mediadaten) hat sich das online-Magazin seit 2009 etabliert. Einfach mal reinklicken oder auch direkt auf johannes-hauser-fotografie.de gehen und sich selbst ein Bild machen.

Das ganze ZEITjUNG-Interview mit Johannes Hauser  hier | Aus vertraut mach‘ fremd: Fisheye-Fotografie mal anders.

Mehr lesen auf K10 | Ausstellung Johannes Hauser "nach oben" mit der Laudatio von Christian Silvester "Nach oben" | Ausstellung von Johannes Hauser im Rathaus

 

Bildnachweis: Screenshot aus ZEITjUNG 15.2.18 | Foto unten, Klenzepark: ©Johannes Hauser | Foto oben, J. Hauser  K10

 

 

 

EDEKA Anzeige mitAnzeige700x300px

kunstmesse 348Die Kunstmesse Ingolstadt findet 2018 zum fünften Mal statt. Die Bewerbungsfrist für Künstlerinnen und Künstler, die teilnehmen wollen hat begonnen und läuft bis zum 18.03.2018. Zur Kunstmesse 2018 lädt der Berufsverband Bildender Künstler Ingolstadt und Obb. Nord (BBK) vom 08.-10. Juni 2018 in den Klenzepark ein. Im Exerzierhaus und in der Reithalle im Klenzepark wird drei Tage lang ausgestellt, diskutiert und verkauft.

Ausstellen können professionelle Künstlerinnen und Künstler aus allen Bereichen der bildenden Kunst, die zum genannten Bewerbungsschluss eine vollständige Bewerbung eingereicht haben und ihren Wohn- oder Ateliersitz im Bayern haben.

Zur vollständigen Bewerbung werden benötigt:
Vollständig ausgefülltes Formular mit rechtsverbindlicher Unterschrift
Lebenslauf / künstlerische Vita (max. 10 Zeilen)
Mappe (DIN A4) mit max. 6 Fotos von Arbeiten, die repräsentativ sind für den geplanten Messeauftritt (keine Kataloge o. ä.) – jeweils rückseitig beschriftet mit Namen des Bewerbers, Titel des Werks und Entstehungsjahr.
Anmeldeschluss ist der 18. März 2018 (es gilt das Datum des Poststempels).



Alle Informationen hier, auf der Info-Seite der Kunstmesse 2018.

kunstmesse-ingolstadt.de

 

 

 

EDEKA Anzeige mitAnzeige700x300px

Wichtiges Bild cit77 neujahrsempfang kunst 4Was kann Kunst? Sie bringt, soviel ist sicher, die Menschen zusammen, etwa zum gemeinsamen Neujahrsempfang der Ingolstädter Kunst und Künstler. Die beiden seit vielen Jahrzehnten in Ingolstadt und der Region etablierten Kunstinstitutionen, der BBK (regionaler Berufsverbands Bildender Künstler) und der Kunstverein Ingolstadt, wollten gemeinsam das neue Jahr beginnen. Die Vorsitzenden Hubert P. Klotzeck (Kunstverein) und Werner Kapfer (BBK) boten zur Begrüßung der vielen Gäste, darunter auch Ehrenbürger und Alt-OB Peter Schnell, ihre Variationen zum zentralen Thema „WAS KANN KUNST, WAS KUNST KANN, KUNST KANN WAS.“

Der Abend war zugleich Finissage der Ausstellung DARK MATTER der türkischen Biennale-Künstlerin Yasam Sasmazer. Schwarze Materie, Krisen, Schatten und dunkle Seelenzustände als Auftakt für 2018? Müssen Künstler den Finger immer in die Wunden legen? Kann Kunst auch feiern? Um beides vorweg zu nehmen: Ja! Und natürlich gab es auch Musik, wurde getanzt, gegessen und auf 2018 angestoßen.

Doch zuvor wollte die Frage „Was kann Kunst“ beantwortet werden. Welche Rolle können Künstler bei der Bewältigung gesellschaftlicher oder persönlicher Traumata spielen? Dazu war Christine Fuchs eingeladen, Künstlerin und Geschäftsführerin des bayerischen Städtenetzwerkes STADKULTUR. Sie bereitet aktuell ein bayernweites Kunstfestival zum Thema Kunst und Gesundheit vor (kunst-und-gesund.de). Fuchs skizzierte die Möglichkeiten der Kunst, um gesellschaftliche Krisen oder persönliche Erschütterungen aufzuarbeiten. Künstler machen diese sichtbar, setzen Unrecht, Umweltzerstörung oder menschliches Elend „ins Bild“. Wir alle kennen solche Kunstwerke. „Der Schrei“ von Edward Munch. Ai Weiwei (So sorry), der mit 9000 Schulranzen am Haus der Kunst in München an die toten und totgeschwiegenen Kinder nach einem Erdbeben in China erinnerte. Jenny Holzer („Wo Frauen leiden bin ich hellwach“) verarbeitet die Massenvergewaltigungen muslimischer Frauen im Jugoslawienkrieg. Untergrundkunst macht auf Unterdrückung oder unwirtliche Städte aufmerksam. Dabei setzten die einen auf einen Heilungseffekt. Auch, so Fuchs, weil sie mit ihrer Arbeit selbst die „heilsame“ Wirkung der Kunst erleben. Andere strebten eine Re-Traumatisierung an, wie ein südafrikanischer Theaterregisseur, der mit exzessiver Gewalt in seinen Stücken für Aufsehen sorgt. Kunst als Therapie? Wird hier nicht ausgerechnet die Kunst instrumentalisiert und auf Nützlichkeit verengt? Diese Bedenken stellen sich zurecht, für das Theater ebenso wie für die Malerei oder die Musik.

Kunst ist Kunst, reflektiert Christine Fuchs. Sie fände ihren Sinn und ihren Zweck in sich selbst. Und auch, wenn sich die Künste mit anderen Zwecken verbinden – in der Werbung, im Design oder in der politischen Kunst – so befänden sich diese Verbindungen immer in einem gewissen Spannungsverhältnis, das sich selbst kritisch hinterfragen müsste.

Und wir? Wir sollten uns von Kunst berühren lassen und uns dabei „auf Seelisches“ einlassen. Ein Kunstwerk oder Theaterstück zu sehen, sei nicht etwas, das uns geschehe, sondern es sei etwas, das wir aktiv tun würden – es verändere uns. Fast klingt es wie eine (Vor)Warnung. Wir könnten dabei erleben, so Fuchs, dass von einem Werk etwas in uns angesprochen würde, das sich mit unseren eigenen Erfahrungen verbindet, das wir „wiedererkennen“. Hier seien wir in einem Bereich der Wirksamkeit von Kunst, der mit Bewusstwerdung zu tun habe. Und nur Bewusstwerdung führe letztlich zu Heilung und Transformation. Für Städte oder Menschen gleichermaßen.

Dark Matter | Sasmazer hat für ihre Figuren jeweils eigene Bereiche geschaffen, in denen sich die Figur mit (ihren) Gefühlen auseinandersetzt, sich von ihnen erdrücken lässt, die Umstände hinnimmt oder sie zu beherrschen versucht. Ängste, Schatten, Ohnmacht, Verletzungen und auch Stärke, Trotz, Kampf zeigen sich. Auf der Haut, an der Haltung, im Blick. Die lebensgroßen Figuren aus Lindenholz, zugleich schön und düster, machen es schwer, sich nicht in diese Räume hineinziehen zu lassen. Sasmazer bezieht mit dieser gewonnen Nähe auch unsere Gefühle, unserer Seele, inneren Bildern mit ein. Sie nennt ihre Skulpturen-Reihe „Metanoia“ und verweist damit auf C. G. Jung und psychologische Phänomene. Es geht dabei um Zusammenbruch, mit der Möglichkeit der Selbstheilung und Erneuerung. Dazu gehört auch Schmerz. Und diese Transformation aus der Krise geht nur über die Bewusstwerdung. Das hat uns Yasam Sasmazer gezeigt. Das ist, was Kunst kann.

Direkt aus dem Griechischen übersetzt heißt Metanoia übrigens Sinnesänderung oder Umkehr des Denkens. Da lassen wir uns 2018 gerne von der Kunst mitnehmen.

 

Bildnachweis: ©Petra Kleine | K10

EDEKA Anzeige mitAnzeige700x300px

 

location occupied 348

Ingolstadt | Nur für kurze Zeit ist diese besondere Hausbesetzung durch Kunst bei der Gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft Ingolstadt (GWG) zu sehen. "Location occupied for time" ist der Titel, den 17 Künstlerinnen und Künstler des Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK) ihrer Kunstaktion gegeben haben. Kurz vor dem Abriss wird ein Wohnblock der GWG an der Stargader Straße zum Kunstmuseum, entstehen auf den Wohnspuren der ehemaligen Bewohner neue Räume. "Wir bemühen uns immer, Künstler zu unterstützen", sagt dazu Alexander Bendzko, technischer Leiter der GWG, in einem Bericht des Ingolstadtädter DONAUKURIER (hier lesen). Werner Kapfer, Vorsitzender des BBK, freut sich darüber, die Kunst so "direkt mit der Stadt zu verbinden. Das bringt die Kunst ganz nahe ans Leben." Schließlich, so Kapfer weiter im Donaukurier, sei eine Wohnung ein besonderer Raum. "Sie ist aufgeladen mit persönlichen Erinnerungen, voller privater Bedeutung. Die Künstler schaffen darin natürlich etwas Neues, diese Erinnerungen können dabei aber nicht ignoriert werden".  Ziel der Ausstellung ist es also, das gesamte Gebäude in einen großflächigen Kunstraum zu verwandeln – ganz nach dem Motto „Raum schaffen für Kunst und Kreativität“. Viele der Künstler haben sich mit den Räumen, der Geschichte und den Prozessen auseinandergesetzt woraus z.T. Arbeiten entstanden die darauf Bezug in direkter Weise nehmen. Also sehr spannend.

Unbedingt ansehen!

Freitag, 17. November bis Sonntag, 19. November 2017

Öffnungszeiten:
Freitag 17.00 bis 23.00 Uhr
Samstag 15.00 bis 23.00 Uhr
Sonntag 13.00 bis 18.00 Uhr

Die Stargader Straße 15a ist an der Südlichen Ringstraße gegenüber vom Wonnemar.

Hier zum Bericht des Donaukurier „Jamaika liegt im Erdgeschoss“ von Johannes Hauser.

 

 

 EDEKA Anzeige 700x320px

 

 

KUK Treffen 2 348UPDATE: Die Veranstaltung am 29.11. musste kurzfristig leider abgesagt werden. Doch ihr könnt hier nachlesen, was die KUK sich erarbeitet hatte, als Input für die kreative Stadtentwicklung.

Ingolstadt | „Wieviel Pioniergeist geben Sie, Herr Oberbürgermeister?“ Eine der Fragen, mit der die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft die Stadtspitze sowohl auffordern als auch motivieren will, gemeinsam Ingolstadt attraktiver zu machen, auch für Kreative. Was von der KUK vorgedacht wurde und wie die Vision für Stadtveränderung aussehen kann, das soll beim nächsten Kreativwirtschaftstag am 29. November 2017 öffentlich vorgestellt werden, wenn es heißt „doIN‘ next!“.

Die Kultur- und Kreativwirtschaft (KUK) zu stärken und Ingolstadt auch als Kreativstandort zu entwickeln, ist seit gut fünf Jahren Thema in der Stadt. Mit Beratungstagen von bayernkreativ, Plattformen wie K10, Dialogforen und Veranstaltungen wie dem Creative Monday waren Angebote gemacht worden, doch irgendwie hatte es nicht so gezündet wie etwa in Regensburg oder München. Erst letztes Jahr kam schließlich ein entscheidender Impuls. Die Wirtschaftsförderung der IFG hatte zum „Perspektivwechsel“ eingeladen, um die Potenziale der Kreativwirtschaft zu erkennen und zu nutzen (hier mehr lesen). Die KreativwirtschaftlerInnen forderten den Oberbürgermeister auf, bei der Stadt eine verbindliche Anlaufstelle zu bekommen, die die Zusammenarbeit von KUK, klassicher Wirtschaft und Verwaltung vermittelt. Eine solche wurde mit Alexandra Kröner (Wirtschaftsförderung IFG) auch umgehend geschaffen, die seither auch die KUK unterstützt. Im Gegenzug hat der OB den Kreativen zu verstehen gegeben, dass diese auch selbst aktiv werden und Input bringen müssen. Und die KUK hat geliefert. UnternehmerInnen, Designer, Künstler, digitale Entwickler, Autorinnen, Veranstaltungsmanager, kreatives Handwerk, Sounddesigner, Marketingfachleute, Fotografen, Kunstschule, Architekten und Kulturschaffende aus Musik, Film, Tanz, Theater und Kulturvereinen haben sich organisiert. Im KAP 94, Studio Famos und brigk-Gründerzentrum wurde vernetzt, diskutiert, abgewogen und schließlich ein branchenübergreifendes Konzept für die kreative Stadtveränderung erstellt. Im Juni dann die Präsentation beim OB und der stellte die Signale auf Go! Aktuell wird noch feingearbeitet und beim Kreativwirtschaftstag Ende November wird das KUK-Konzept öffentlich vorgestellt.

Die Stadt schafft Strukturen, die KUK schafft Szene

Und dann heißt es „die Stadt schafft Strukturen, die KUK schafft Szene.“ Die Ziele für Ingolstadt werden sein, Fachkräfte nach Ingolstadt zu bringen und auch in der Stadt zu halten sowie den kreativwirtschaftlichen Sektor, der lokal mehr als 300 Mio. € Umsatz jährlich wertschöpft, mit seinen Unternehmen und den kreativen Köpfen sichtbar zu machen. Mehr Orte für Subkultur und Szene gehören dazu, „coole Locations“, lässige Treffpunkte und Kunst im öffentlichen Raum, ein Kreativquartier oder zumindest offene Räume für mehr Sichtbarkeit und Vernetzung. Das brigk, soviel hat sich schon gezeigt, könnte einer davon werden, an der Schnittstelle zum Digitalen. Dringend notwendig sind bessere Möglichkeiten für das Veranstaltungs-Marketing. Seit der neuen Plakatierordnung sind die städtischen Litfaßsäulen nicht mehr für freie Theater oder Kunstvereine nutzbar. Ein PopUp Store gezielt für lokale Produktdesigner und als Produzentenshop wird von der IFG demnächst realisiert, im Rahmen von IN-City Freiraum.

Pioniergeist für Ingolstadt

Für das Gelingen der kreativen Ingolstadt-Veränderung ist die enge Zusammenarbeit der Stadtspitze mit der KUK gefordert und deren Bekenntnis zum Kreativwirtschafts-Standort. Wenn die Stadt mitzieht, hat sie mit den Kulturschaffenden und KUK-Unternehmen lokale Partner an ihrer Seite, die Ingolstadt verbunden sind, mit Innovationsgeist, Überzeugungskraft und Ausdauer. Und mit Pioniergeist, denn den bringen gerade die kreativen Branchen und digitalen Startups mit. „Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist die Keimzelle von Innovation, die Avantgarde künftiger Arbeitsformen, die Forschungs- und Entwicklungsabteilung für die Lösung der aktuellen Herausforderungen in Ökologie, Stadtentwicklung und Migration. Die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft befeuern die Dynamik urbaner Standorte, durch sie wird eine Stadt zur Smart City, durch sie wird ein Bürger zum Smart Citizen*.“ Worauf warten wir noch. doIN‘ next!

doIN‘ next! Aktivitäten zur Kultur- und Kreativwirtschaft Ingolstadt
29.11.2017 ab 15:30 Uhr im Kulturzentrum neun, Elisabethstrasse 9a, 85051 Ingolstadt

Dollmann 100Die Wirtschaftsförderung der Stadt Ingolstadt (IFG) lädt ein. Erwartet werden Kulturschaffenden und Unternehmen der KUK sowie der klassischen Wirtschaft, Kulturbetriebe, Politik und Verwaltung.

Moderiert wird der Kreativwirtschaftstag von der Theater-,TV- und Kinoschauspielerin Christiane Dollmann („Willkommen bei den Hartmanns“, „Fuck ju Göthe 3“), die in Ingolstadt lebt. Sie wird das Programm auch musikalisch-lyrisch umrahmen.

Für die Teilnahme können sich Interessierte bei der IFG-Wirtschaftsförderung anmelden, formlos per Email an Alexandra Kröner Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

 

 *Zitat von Jürgen Enninger, der Ingolstadt die letzten sechs Jahre begleitet und viele Kreatvischaffende in ihrer Erwerbstätigkeit beraten hat. Er ist jetzt Leiter des KUK-Kompetenzteams München.

Fotonachweis Christiane Dollmann © Hagen Schnauss
Foto oben: KUK-Treffen im Studio Famos © Petra Kleine

 

EDEKA Anzeige mitAnzeige700x300px

 

 

 

 

palimps best 348Ingolstadt | STUDIO FAMOS sagt: welcome back im Pop up-Store von schnellervorlauf! In Kooperation mit Creative Industries Styria (CIS) präsentiert das Studio Famos unter dem Titel „Palimp’s best“ gewohnt überraschende und erlesene Objekte von Grazer DesignerInnen – von Keramik über fruchtige Leuchten bis zu perforierten Tischen, die das Ändern, Überschreiben und Neuzusammenfügen der Bedeutung und Funktionen von Produkten und Kontexten thematisieren. Die Designer Tobias Kestel (White Elephant), Markus Ofner und Wolfgang Löffler (Schmuckes) sind bei der Eröffnung vor Ort.

Wichtig: Nur für kurze Zeit, nur bis zum 11. November!

Designer | Labels

Tobias Linus Kestel / kestel.co

1976 in Zwiesel/ Bayern geboren, lebt und arbeitet Tobias Kestel seit seinem Industrial Design Studium, das er 2005 abgeschlossen hat, in Graz/Österreich und gründete anschließend White Elephant Studio. Arbeiten von Kestel wurden unter anderem im MoMA in New York, im CCB Lissabon, Istituto di Torino oder im Museum für angewandte Kunst in Frankfurt am Main gezeigt. Nominierung Staatspreis Design 2013 für Raumgestaltung in Zusammenarbeit mit Florian Puschmann. Gast-Lehrtätigkeiten und Projektbetreuungen am Institut für zeitgenössische Kunst der TU Graz (Fakultät Architektur), am Masterstudiengang Communication, Media, Sound and Interaction Design der FH Joanneum Graz, am Institut HyperWerk für Postindustrial Design in Basel, am Studiengang Industrial Design2 der Universität für angewandte Kunst Wien. Lehrveranstaltung Grundlagen der Gestaltung (gestalten1&2) an der FH Joanneum Graz, Studiengang Industrial Design seit Wintersemester 2014 in Kooperation mit Florian Puschmann.

White Elephant Studio / white-elephant.at

Das Design-Kollektiv White Elephant Studio (Florian Puschmann und Tobias Kestel) arbeitet frei nach dem Motto Every Body is a Universe — sie loten Phänomene in Natur und Eigenschaften von Materialien aus und übersetzen diese in Designobjekte. Das bedeutet für White Elephant: Das Spiel der Kräfte zu beobachten, Qualitäten aufzuzeigen, um so Potenziale freizulegen. Durch diese Arbeitsweise entstehen Produkte, die abseits von Moden und kurzlebigen Trends für Nachhaltigkeit stehen. Arbeitsfelder reichen von klassischem Industriedesign über interaktive Installationen bis hin zu experimenteller Auseinandersetzung mit Materie.

Odrowaz (Bettina Reichl) / de-de.facebook.com/Pellmell

Bettina Reichl ist ein Prototyp der vernetzten Denkerin. Ihre Leidenschaft für die Wissenschaft ist mindestens so groß wie die für das Modedesign. So beschäftigt sich
die ausgebildete Designerin schon seit 1993 mit Forschungsprojekten rund um
biogenes Verpackungsmaterial, eröffnete Anfang 2002 zusammen mit drei weiteren
Modesignerinnen den Pell Mell Shop in Graz und ist Mitbegründerin des Grazer
Designfestivals assembly, das sie von 2003 bis 2011 auch mitorganisiert hat. Seit 2004
kuratiert sie internationale Modeprojekte im Rahmen der Projektreihe Crossing
Fashion.

In ihrem eigenen Label ODROWAZ greift sie ihr vielseitiges Wissen auf: Jersey-, Web- und
Lodenstoffe aus Naturfasern, weich und fließend, schneidert sie auf oft archaische, mönchische und gleichzeitig erotische Art rund um den Körper. Traditionelle Bekleidungsarten wie das Cape oder die Kapuze sind unverkennbare Basis ihrer Arbeit, ergänzt um futuristische Elemente wie z.B. hautenge Overalls. Seit 2011 stellt sie sich einer neuen Herausforderung: Stoff-Färbungen aus reinen Pflanzenstoffen in Kooperation mit dem Institut für Textilchemie und Textilphysik der Universität Innsbruck (Projekt Colors of Nature).

2010 Slow Fashion Award
2011 Kastner & Öhler Fashion Award
2013 Nominierung beim Kastner & Öhler Fashion Award
2015 Nominierung beim New Age Fibre Artist Award

Schmuckes (Wolfgang Löffler, Noah Layr) / schmuckes.at

Das Atelier für zeitgenössische Schmuckkunst in Graz umfasst die Herstellung von künstlerischem Schmuck, die Anfertigung von individuellen Einzelstücken und Auftragsarbeiten, sowie Workshops und Ausstellungen. Es sind nicht nur kostbare Steine und edle Metalle alleine, die eine bedeutende Goldschmiedearbeit der Gegenwart auszeichnen.
Längst stehen die eigenständige künstlerische Idee, die Anwendung alternativer Materialien oder gesellschaftliche Themen für die Qualität eines aktuellen Schmuckstückes. In dem Atelier in Graz kann man das Handwerk und die Entstehung der Einzelstücke am Ort ihres Ursprungs erleben.

Als weitere Designer |  Labels sind zu sehen La Loam (Selma Etareri) / selma-keramik.at, Markus Ofner (mit Andreas Thaler), XAL / xal.com

Über STUDIO FAMOS | Überregionale Designer nach Ingolstadt zu holen und allen Design- und Kulturinteressierten einen sicheren Hafen an Inspiration, Austausch und nachhaltigen Produkten jenseits der Massenfertigung zu bieten: Das ist das Ziel und die Motivation von Sigrid Diewald und ihrem Team der Designagentur schnellervorlauf, die am 10. März 2016 mit Upcycling Design aus Graz das Studio Famos im Erdgeschoss des denkmalgeschützten Gebäudes in der Harderstraße 22 eröffneten.

Öffnungszeiten

3.11. – 11.11.17 | Montag – Samstag | 10.00 – 19.00 Uhr
STUDIO FAMOS Pop-up-Store | Harderstraße 22 | Ingolstadt

www.studiofamos.com

 

EDEKA Anzeige mitAnzeige700x300px

 

 

K10 auf Facebook

k10net

Kulturkanal Ingolstadt berichtet über den neuen Verein der Kreativprofis NEUE SICHT e.V. Mitmachen! https://t.co/j2TnhLZwTf