k10 redaktion

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stadtwerke graffiti 348Robin Gower alias Noiz two ist seit vielen Jahren als Streetartist und Graffitikünstler unterwegs. Er arbeitet frei oder gestaltet im Auftrag, etwa für die Fachholschule Kufstein. Jetzt ist der 26-jährige gelernte Innenarchitekt der Eröffnungs-Künstler für das Projekt „Stromkastomize“ in Ingolstadt. Eine gelungene Verbindung von Kunst im öffentlichen Raum und dem praktischen Gedanken sauberer Trafokästen. Eine gelungene Verbindung von Graffitikünstlern, Stadtjugendring und Stadtwerken Ingolstadt.

KUK 4 348Zum Kennenlernen und zu einem kleinen Strategiegespräch zur regionalen Kultur- und Kreativwirtschaft hatte Dr. Christine Fuchs (Vorsitzende Kunstverein Ingolstadt) eingeladen. Oliver Wittmann, einer der Experten des neuen Bayerischen Zentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft, war in Ingolstadt und machte sich vor Ort ein Bild über die Aktuere und Struktur der hiesigen Szene und der kreativen Unternehmenslandschaft. Mit dabei waren Dr. Verena Gutsche, Geschäftsführerin des Kulturzentrums neun und Petra Kleine von K10, der online-Plattform für die regionale Kreativwirtschaft. Künftig wird es wieder Beratungstage für Kreative und Unternehmen geben. Auch über andere Formate für die Kreativen wird nachgedacht, zur Vernetzung und zum Kennenlernen. Dafür könnte sich künftig, neben dem Impulsgeber Kunstverein, auch das neue Kulturzentrum Ingolstadts, die neun am Hauptbahnhof, anbieten.

Bilder: In der Ausstellung Gaby Taplick - Uferlos umflutend steigt der Breitengrad

 

SlowFood Michael Olma 348Es ging um Geschmack, Inhalte und Werte, als die Ingolstädter Slow Food Gruppe zu einem Abend ins Museum für konkrete Kunst einlud. Bis weit in die Nacht ging dieser gelungene Abend, der mit einer Unkraut-Suppe vom Beckerwirt, selbstgebackenem Ciabatta und Rinderwurst vom Murnau-Werdenfelser sowohl den Verstand als auch alle Sinne ansprach. Zusammen mit einem Ingolstädter Pale Ale, das der Braumeister Marco Dombek eigens für diesen Slow Food Abend gebraut hatte, ließ sich das (Geschmacks-)Erlebnis dieser Veranstaltung nur noch so beschreiben: „Sensationell!“.

ChristineOlma390 348Christine Olma ist professionelle Fotografin und arbeitet international als Bildjournalistin. Seit seit 2004 unterrichtet sie als Dozentin für digitale Fotografie an der Fh Amberg/Weiden. Im April und Mai bietet Christine Olma jeweils ein Tagesseminare an, bei dem es um Wahrnehmung und Fotografie gehen wird, jeweils konzentriert an einem Tag (9.30 Uhr bis 17.00 Uhr).

Im Seminar wird eine technische Einführung geben sowie praktische, den "Sinn sensibilisierende" Übungen. Geeignet sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Hobbyfotografen.

Genauere Informationen zur Veranstaltung bei www.olma-fotodesign.de oder direkt per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!; Tel. 0171/4216867.

Mindestteilnehmerzahl sind 6 Personen, max. 14.

Das Seminar am 30. Mai 2015, in Ingolstadt im Kapuzinerkloster, kostet 130,00 Euro mit Kaffee/Kuchen - ohne Mittagsverpflegung. http://www.kapuziner-ingolstadt.de/ 

Das Seminar am 11. April 2015 im Kloster Plankstetten 145,00 Euro incl. feiner Tagesverpflegung in der Klosterschänke ( Wert 29 Euro ).  www.kloster-plankstetten.de

www.olma-fotodesign.de

 

 

Aufruf des Stadttheater Ingolstadt | Seit der Spielzeit 2012/13 geht das Stadttheater im Rahmen der »Visionenwerkstatt« in unterschiedlichsten Formaten der Frage nach: Wie denken wir die Stadt der Zukunft? Das bisher größte Projekt richtet sich an diejenigen, denen die Zukunft gehört. Vom 29. Mai bis 12. Juni 2016 wird eine Kinderstadt in und um die Exerzierhalle im Klenzepark entstehen, in der Kinder zwischen sieben und dreizehn Jahren die einmalige Gelegenheit haben, ihre eigene Stadt zu erkunden, zu entdecken und zu gestalten. Die Stadt, die unter der Schirmherrschaft von Herrn Oberbürgermeister Lösel steht, wird vormittags Schulklassen und nachmittags sowie an Samstagen allen Kindern Ingolstadts und der Umgebung kostenlos zur Verfügung stehen. Das Besondere an diesem Projekt: Die Kinderstadt Ingolstadt wird eine Stadt sein, die ganz und gar aus den Wünschen, Träumen und Visionen der Kinder entsteht. Fast 300 Schülerinnen und Schüler aus neun Schulen Ingolstadts und der Umgebung haben im vergangenen Jahr an Workshops zu den Themen Stadt, Regierungsformen und Geld gearbeitet.

moderation 348Wem nützt die Zwischennutzung von Leerständen, wem könnte und wem sollte sie nützen? Welche möglichen Zwischennutzer gibt es überhaupt in Ingolstadt? Gibt es einen Bedarf für solche temporären Räume, eine Szene? Geht es um Gründerförderung, um City-Belebung oder um Möglichkeitsräume für Kreative, um ideelle Werte oder nur um materielle In-Wert-Setzung? Und im Mittelpunkt des Abends dann die Häuser und ihre Eingentümer – die geweckt, überzeugt, wachgeküsst, gelenkt, geöffnet, unterstützt werden.

Kenntnisreich und leichtfüßig führten Alexander Häusler (Büro OFICINAA, 3 v.r.) und Chris Neuburger (nbundm* , Slut, 2.v.r.) vom Architekturforum des Kunstvereins Ingolstadt durch einen inhaltlich dichten Abend, der sich komplexen Fragen stellte und den etwa 100 Zuhörenden viel Informationen und Meinung bot. Gut drei Stunden tauschte man Handlungsempfehlungen und Erfahrungen, Standpunkte und Interessen, Kritik und Vision aus. Der Ort dafür war gut gewählt: das ehemalige Verlagshaus des Donaukurier, dessen Buchhandlung im Erdgeschoss in den letzten Monaten durch das Architekturforum selbst zwischengenutzt wurde und mit vielen hunderten Besuchern in dieser Zeit noch einmal richtig auflebte. Schlafende Räume waren eine kurze Zeit Schaufenster und Diskussionsraum des Architekturforums, ohne es allerdings für eine nachträgliche Nutzung in Wert zu setzen, denn das traditionsreiche Verlagshaus wird abgerissen werden.

Interessant für Kreative - In Ingolstadt wird jungen GründerInnen künftig ein Konzept-Store angeboten. Eine Idee, die für Produktdesign und -entwicklung, Modedesign, Accessoires, Schmuckdesgn und andere Kreativbranchen interessant sein dürfte. Den Einstieg erleichtern und die Möglichkeit bieten, sich risikominimiert ausprobieren zu können, ist das Ziel einer neuen Iniative der Ingolstädter Wirtschaftsförderung (IFG) im Rahmen von Cityfreiraum Ingolstadt. Dazu soll jetzt ein Innenstadtgeschäft angemietet werden, das mehreren Gründern bzw. Produktentwicklern die Möglichkeit gibt, sich einzumierten und zu testen, ob die Produkte auch einen Markt finden. Das Projekt Cityfreiraum-Shop wird am 23. März 2015 im Verwaltungsrat der IFG beschlossen und soll sicher für die nächsten drei Jahre angeboten werden.

 

Die Leerstände in der Innenstadt sind  auch in Ingolstadt schon seit langem ein Thema mit wirtschaftlicher, kultureller und politischer Brisanz. Es gibt dazu, gerade in den letzten zwei Jahren, vielfältige Initiativen von öffentlicher Seite, aus der Kultur oder durch privates Engagement. All dies als Antworten für eine Stadterneuerung, die der Belebung der City dienen soll und um zudem gezielte Raumangebote durch bzw. für Kunst- und Kulturschaffende zu machen.

kleinherne daniel 348Schnörkellose Prosa
Von Donald Berkenhoff

Eigentlich sind alle Geschichten schon erzählt. Es gibt nur noch Variationen, Kombinationen, andere Umstände. In diesen Zeiten bemühen sich Autoren hauptsächlich um das, was man gemeinhin Stil nennt: die Eigenart der Formulierungen, den Rhythmus der Sprache, die Gewagtheit der Metaphern. Es entsteht eine gefragte Künstlichkeit, oft ist es nur noch die Form, die besticht.

Kleinherne arbeitet umgekehrt. Seine Form, durchaus vorhanden, spielt sich nicht in den Vordergrund. Als erstes besticht die Novelle durch ihre gerade Schlichtheit. Und dies ist schon in den ersten Sätzen völlig klar. „Er folgte ihr. Seit zehn Minuten schon.“ Erste Sätze eines neuen Buches. Sie ziehen hinein in das Dilemma des Helden. Der Mann folgt der Frau. Und: das ganze braucht Zeit und Geduld, danach dominieren Hektik und Ungeduld. Daniel verbringt seine Zeit damit, Frauen kennenzulernen. Aber bevor er sie richtig kennengelernt hat, ist sie weg oder er weg oder beide nicht interessiert. Hier ist er, apropos alte Geschichten, ein Nachkomme des Don Juan, auch Don Giovanni. Obwohl es eher um die Quantität der erotischen Abenteuer geht, bleibt in ihm immer die Sehnsucht nach der einzigen, wahren Liebe. Aber die ist nicht mehr zu haben.

Sonntag, 23 November 2014 21:19

Architekturforum | Werkvorträge | Bilder

architektur 348Die Werkschau für angemessenes Bauen läuft noch bis Ende Dezember. Mit gut 300 Besuchern eröffnete das Architekturforum des Kunstvereins Ingolstadt die Ausstellung von sechs jungen Münchner Büros. Ihnen gemeinsam ist eine aktive Auseinandersetzung um gute Architektur. Baukultur vom Einfamilienhaus bis zum Schulkomplex, vom Studentenwohnheim bis zur Kirche, im Städtischen oder im Grünen. Alles Bauen ist öffentlich und es gehe darum, so Chris Neuburger vom Architekturforum, der Kraft des Normalen zu huldigen und Architektur als der „öffentlichsten aller Künste“ zur Diskussion freizugeben.