Dienstag, 28 März 2017 18:57

Digitales Gründerzentrum kommt in den Koboldblock | Belebung von Innenstadt und Szene

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DGZ 348Ingolstadt | Das digitale Gründerzentrum zieht - erst einmal - in die Innenstadt und wird diese die nächsten Jahre sicher erfreulich beleben. Voraussichtlich ab Mai beginnt der Ausbau der Räume im sog. Koboldblock, Ecke Schulstraße/Am Stein. Nach der Sommerpause könnte es schon losgehen mit den ersten Start-Ups - und einer guten Kaffeemaschine im erdgeschossigen, offenen Bereich. Damit entstünde, zumindest ist das die Chance, mitten in Ingolstadts City ein lebendiges Gründerzentrum mit direktem Anschluss an die urbane Szene und die Kultur- und Kreativwirtschaft.

Der designierte Geschäftsführer des künftigen DGZ, Dr. Franz Glatz, steht für einen begründeten Optimismus, dass mit dem DGZ im Koboldblock eine echte Belebung der digitalen Gründerszene und der Innenstadt kommt. Mit seiner Person verbindet sich der erfolgreiche Aufbau u.a. des Münchner Gründerzentrums Werk 1. Seine Aufgabe wird nicht nur sein, Ingolstadt als digitalen Standort zu profilieren, sondern auch, die digitalen Start-Ups mit der klassischen Wirtschaft und den Branchen der Kreativwirtschaft zu verbinden, Vernetzungen und Schnittstellen zu schaffen – zwischen den großen globalen Playern Audi und Media –Saturn und den digitalen Gründern und Branchen. Die digitale Mobilität soll Schwerpunkt sein, so die Strategie der Stadt und der THI, doch wird es daneben auch Chancen für die heterogene, kleinteilige kreativwirtschaftliche Wirtschaft geben. Geben müssen, wenn man alle Chancen für den Standort nutzen möchte. Eine seiner Stärken, so Franz Glatz selbst, sei seit jeher das Verbinden der unterschiedlichsten Disziplinen, Branchen, Menschen, Projekte gewesen. Der promivierte Chemiker wohnt in Neuburg, kennt die Region lang und gut und wird ab Mai offiziell das DGZ und die Start-Up-Szene in Ingolstadt entwickeln. Ein Glücksfall für Ingolstadt, heißt es schon jetzt. Die Erwartungen sind ebenso hoch wie berechtigt.

Dieser Innenstadt-Standort war zunächst ungeplant, könnte sich jedoch als zweiter Glücksfall zeigen. Das Digitale Gründerzentrum soll endgültig, in einigen Jahren, seinen Ort im dann sanierten Kavalier Dalwigk und einem Neubau auf dem Gießereigelände finden. Nahe an der Technischen Hochschule Ingolstadt, die maßgeblich das Ingolstädter DGZ konzipiert hatte. Bis dahin braucht man einen Übergangsstandort und ein Interims-DGZ. Zunächst sollte dies für 3 -4 Jahre im Klenzepark in der Reithalle entstehen, erwies sich nach den ersten Machbarkeitsuntersuchungen dann doch nicht als realisierbar. Und so musste man erneut suchen und wurde „Am Stein“ fündig.

Im Koboldblock werden das Untergeschoss, Erdgeschoss und der erste Stock genutzt werden, etwa 800 qm. Im Ladenbereichen sollen öffentliche Bereiche entstehen, in denen es nicht nur einen guten Kaffee geben wird, sondern auch Info und Kommunikation stattfinden soll. Im UG und OG dann Besprechungsräume, Coworking, Einzelräume für Arbeit und Beratung. Nun müssen Stadtrat (am 4. und 26. April) und Aufsichtsrat der städtischen InKoBau GmbH noch beraten und entscheiden.

Kreative Hotspots an der Nod-Süd-Achse

Der Interims-Standort des DGZ im Koboldblock könnte damit einen zentralen Platz in Ingolstadts kreativer Nord-Süd-Achse einnehmen. Im Norden die Harderbastei mit Galerie, dem Berufsverband der Bildenden Künstler, Kunst- und Kulturbastei und zahlreichen Musik-, Kunst- und Streetartprojekten. Das Studio Famos mit Design-Ausstellungen von schnellervorlauf in der Harderstraße 22, KOMMA-D in der Milchstraße (Design, digitale Entwicklungen, auch TEDx-Veranstalter). Nachbar des DGZ wird auch das Bureau Eineinhalb in der Schulstraße 1 ½ , Ingolstadts erster Kultur-Co-Working-Space. Damit sind jetzt mal nur die Akteure genannt, die aktuell die Kreativwirtschaft und Kultur aktiv vernetzen und profilieren, zusammen mit freien Kulturschaffenden wie Autorin Carmen Mayer, der Leiterin des Altstadttheaters Leni Brem, Markus Bauch und Miriam Ninkovic aus der Musikszene, K10 und den städtischen Wirtschaftsförderern der IFG. Kulinarisch umrahmt wird das DGZ von „Frisch & Veg“ (Gründerpeis Gewinnerin 2016) und veganem, bayrischem oder internationalem Essen, den Clubs und Discotheken. Der Südpunkt ist  unten am Brückenkopf schließlich der Coworking-Space von Johann Schlamp, coworkingolstadt. Dazwischen Ingolstadts Kaffeerösterei Distrivt V (Kaffee für Kommunikation und Kreativität sind dem Vernehmen nach kein Klischee), die dropbar (Kaffee und urbane Radlreparatur am Bachl), das Rat(sch)haus sowie andere, neue (noch nicht sichtbare) Projekte mit urbanen Freiräumen für Kreative und Kollektive an der Donaustraße.       Petra Kleine

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